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Neue Regeln für Versicherungsvermittler

Versicherungsvermittler und -berater müssen sich in Zukunft bei den Industrie- und Handelskammern (IHKs) registrieren lassen. Mit Einführung einer verpflichtenden Berufserlaubnis müssen Versicherungsvermittler und –berater ferner ihre Sachkunde vor der IHK nachweisen, um in das Register aufgenommen zu werden.

Das entsprechende Gesetz wird voraussichtlich spätestens am 1. Juni 2007 in Kraft treten. Darauf weist die IHK Bonn/Rhein-Sieg hin. Die Regelung geht auf die EU-Versicherungsvermittlerrichtlinie zurück, die den Mitgliedsstaaten vorschreibt, die Tätigkeit der Versicherungsvermittlung einer Erlaubnispflicht zu unterziehen. „Die Richtlinie soll den grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr fördern“, erläutert Fabian Göttlich von der IHK Bonn/Rhein-Sieg: „Der Verbraucherschutz soll durch die neuen Vorschriften ebenfalls gestärkt werden, da alle Versicherungsvermittler bestimmte, z. B. fachliche Anforderungen erfüllen müssen.“

Straffe Regelung für Selbstständigkeit

Versicherungsvermittler und –berater dürfen zukünftig nur noch selbstständig tätig werden, wenn sie zuverlässig erscheinen, in geordneten Vermögensverhältnissen leben, über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen und vor der IHK ihre Sachkunde nachgewiesen haben. Die Sachkunde wird grundsätzlich durch eine Sachkundeprüfung vor der zuständigen IHK nachgewiesen. „Es gibt jedoch auch Berufsqualifikationen, die einer erfolgreichen Sachkundeprüfung gleichgestellt werden“, sagt Göttlich: „Dazu zählt z. B. ein Abschlusszeugnis als Versicherungskaufmann/-frau, Kaufmann /frau für Versicherungen und Finanzen oder Versicherungsfachwirt/in, der Abschluss Versicherungsfachmann (BWV) wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch anerkannnt werden. Ferner gelten ein abgeschlossenes Studium mit Fachrichtung Versicherungen sowie ein Abschluss als Fachwirt/in für Finanzdienstleistungen als Nachweis der Sachkunde. Bei den Abschlüssen Fachberater/in für Finanzdienstleistungen, Bank- oder Sparkassenkaufmann/frau bzw. Investmentfondskaufmann/frau müssen gewisse Zusatzbedingungen erfüllt werden.“

Vermittler, die bereits vor September 2000 Versicherungen vermittelt haben und seitdem ununterbrochen tätig sind, müssen die fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten nicht darlegen, die Registrierungs- und Erlaubnispflicht besteht aber in jedem Fall. Göttlich: „Da der Gesetzgebungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, kann es zwar noch zu Änderungen kommen, doch die Versicherungsvermittler sollten sich bereits heute mit den Regeln vertraut machen, auch wenn recht großzügige Übergangsfristen eingeräumt werden.“

Nähere Informationen bekommen Sie unter www.ihk-bonn.de oder bei Fabian Göttlich, IHK Bonn/Rhein-Sieg; E-Mail: [email protected].

(k.olbrisch)


 


 

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