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Neue Regelungen zum Jahresbeginn

Das ändert sich 2017

Mit dem Jahreswechsel müssen sich Bundesbürger und Unternehmen regelmäßig auf Gesetzesanpassungen, neue Regeln und Vorschriften einstellen. Unsere Redaktion hat wichtige Veränderungen zusammengestellt, die 2017 in Kraft treten.

Reformationstag: einmalig zusätzlicher Feiertag

Der Reformationstag am 31. Oktober ist eigentlich nur in den östlichen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein gesetzlicher Feiertag. 2017 wird der Feiertag der evangelischen Christen einmalig zu einem arbeitsfreien Feiertag für ganz Deutschland. Hintergrund: Der Überlieferung nach hat der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther am Abend vor Allerheiligen 1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg 95 Thesen zu Ablass und Buße angeschlagen und damit die Reformation eingeleitet. Dieser Tag jährt sich 2017 zum 500. Mal.

Mindestlohn wird angehoben

2017 steigt der gesetzliche Mindestlohn von bislang 8,50 Euro auf 8,84 Euro in der Stunde. Die Erhöhung um 34 Cent orientiert sich an der allgemeinen Lohnentwickung. Auch wer in einem 450-Euro-Job („Minijob“) arbeitet, hat Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Das heißt nach Informationen des Deutschen Gewerkschaftsbundes, dass Minijobber nach der Mindestlohn-Erhöhung zum 1. Januar 2017 nur noch höchstens 50,9 Stunden arbeiten müssen – etwa zwei Stunden weniger als bisher.

Kindergeld und Kinderfreibetrag steigen

Das Kindergeld wird zum 1 Januar 2017 um je zwei Euro pro Monat angehoben. Gleichzeitig steigt der Kinderzuschlag für Eltern mit niedrigem Einkommen um 10 Euro auf 170 Euro monatlich. Der Kinderfreibetrag wird 2017 von jetzt 4.608 Euro auf 4.716 Euro angehoben und 2018 weiter auf 4.788 Euro.

Grundsicherung: „Hartz IV“-Leistungen steigen

Wer Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe bezieht, erhält ab Januar 2017 mehr Geld. Der Regelsatz für Alleinstehende steigt von 404 auf 409 Euro pro Monat. Die Grundsicherung für Kinder zwischen 6 und 13 wird um 21 Euro angehoben.

Flexi-Rente kommt

Ab 1. Januar 2017 soll das Flexirenten-Gesetz Menschen im Rentenalter für den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand mehr Selbstbestimmung ermöglichen: Wer eine Regelaltersrente erhält und dennoch weiterarbeitet, erhöht seinen Rentenanspruch, wenn er weiter Beiträge zahlt. So lässt sich die Rente um bis zu neun Prozent jährlich steigern. Die Beiträge des Arbeitgebers zur Arbeitslosenversicherung entfallen zunächst für die Dauer von fünf Jahren. Ab 1. Juli 2017 lassen sich Teilrente und Hinzuverdienst individuell kombinieren.

Steuerbescheid nur noch per Computer

Zum 1. Januar 2017 tritt das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens in Kraft. Steuerbescheide werden von den Finanzämtern ab sofort in einem voll automatisierten Verfahren erlassen. Die Steuerveranlagung wird komplett von der IT abgewickelt. Finanzbeamte greifen nur noch ein, wenn das System besondere Risiken oder nicht plausible Angaben erkennt. Auch für den Steuerpflichtigen haben die neuen Vorschriften Vorteile: Sie müssen keine Belege mehr an das Finanzamt senden, sondern nur noch auf Anfrage bereithalten. Außerdem wird die Frist für die Abgabe von Steuererklärungen um zwei Monate auf Ende Juli des Folgejahres verlängert – allerdings erst für den Veranlagungszeitraum 2018.

Pflege: viel Neues

Ab 1. Januar 2017 ändert sich Grundlegendes bei der Pflege. So gilt ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff. Neben der körperlichen werden auch geistige und seelische Beeinträchtigungen bei der Begutachtung stärker berücksichtigt. Aus drei Pflegestufen werden fünf neue Pflegegrade. Informieren Sie sich gründlich, zum Beispiel auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums oder bei der Verbraucherzentrale.


 


 

Änderungen 2017
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