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NRW-Statistik

Willkommen: Ausländeranteil steigt

2015 zogen 70 Prozent mehr Ausländer aus dem Ausland nach NRW als 2014. Insgesamt ist die Ausländerzahl um 9,5 Prozent gestiegen.

Ende 2015 lebten in Nordrhein-Westfalen 2 270 248 Einwohner mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anhand jetzt vorliegender Daten des Ausländerzentralregisters mitteilt, waren das 196 018 Personen oder 9,5 Prozent mehr als am Jahresende 2014. Nach einer Schätzung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zogen im Jahr 2015 etwa 462 000 ausländische Personen aus dem Ausland nach Nordrhein-Westfalen. Das waren 194 000 bzw. 70 Prozent mehr als im Jahr 2014. Aufgrund der Meldepflicht ist hierbei auch die Zahl der Flüchtlinge grundsätzlich berücksichtigt. 

Von ihrem bisherigen Wohnort in NRW haben sich 2015 etwa 184 000 ausländische Personen in das Ausland abgemeldet; das waren 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2014: 155 900). Per Saldo sind im vergangenen Jahr 278 000 Nichtdeutsche mehr aus dem Ausland nach NRW gezogen als das Land über die Bundesgrenze verlassen haben. Der Zuzugsüberschuss in der Außenwanderung von Ausländern war damit zweieinhalb Mal so hoch wie im Jahr 2014 (damals: 111 600). 

Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit (505 531) stellten die größte ausländische Nationalitätengruppe in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Polen (200 213) und Italienern (135 921). Die höchsten Anteile bei den außereuropäischen Staatsangehörigkeiten hatten Ende letzten Jahres Menschen mit syrischem (84 261), irakischem (41 734) und marokkanischem (36 710) Pass; die Zahl der Syrer hat sich binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt (+169 %). Differenziert nach Kontinenten besaßen 1 742 664 Ausländer eine europäische, 345 249 eine asiatische, 124 253 eine afrikanische und 38 825 eine amerikanische Staatsangehörigkeit; der geringste Teil der ausländischen Einwohner (2 518) kam aus Australien oder Ozeanien. Von den über 1,74 Millionen Ausländern mit europäischer Staatsangehörigkeit besaßen 911 501 einen Pass der EU-Staaten. 

Im Jahr 2015 lebten über 1,4 Millionen (62 %) Ausländer bereits seit mindestens acht Jahren in NRW und könnten somit einen Anspruch auf Einbürgerung geltend machen. Darunter befanden sich 914 934 Personen, die seit mindestens 20 Jahren an Rhein und Ruhr ansässig sind. Bei der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass Ende 2015 nahezu jeder zehnte (214 542) der etwa 2,3 Millionen Ausländer NRWs seinen Wohnsitz in Köln hatte. In Düsseldorf wohnten insgesamt 144 126 Menschen mit ausländischem Pass; hier hatten sich mit 6 161 auch mehr als die Hälfte aller in NRW lebenden Personen mit japanischer Staatsbürgerschaft niedergelassen. 

Die Daten beruhen auf Angaben des Ausländerzentralregisters, das beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geführt wird.  Wie die Statistiker mitteilen, stammen die genannten Daten aus einer erstmals durchgeführten Schnellschätzung, die von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder entwickelt wurde. 

(Redaktion)


 


 

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