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Wiener Startup bekommt für IoT-Betriebssystem Millionen-Investment

Mit seinem Internet-Of-Things-Betriebssystem nymea hat das Wiener Start-Up guh einen weiteren großen Schritt gemacht und eine siebenstellige Millionensumme eingesammelt. Mit seiner Software positioniert sich das junge Unternehmen gegenüber Branchengrößen wie Google, Apple und Amazon.

Intelligenter, sicherer und einfacher in der Anwendung

Zur Zielgruppe von guh zählen KMUs, die ihre Geräte für das Internet of Things bereitmachen wollen. CEO und Co-Founder Simon Hönegeger erklärt, dass heute für „unzählige Produkte endlos viele Konnektivitätslösungen gebaut werden“, oft aber gar nicht klar ist, wofür die Geräte überhaupt internetfähig gemacht werden. Dort setze man mit dem Betriebssystem nymea an, das aus „klassischen Produkten sinnvolle IoT-Devices“ machen soll.

Gegründet wurde guh vor zwei Jahren von Bernhard Trinnes, Simon Hönegger, Lukas Mayerhofer und Simon Stürz. Nachdem die vier Gründer in dieser Zeit bereits mehrere Projekte erfolgreich abgewickelt haben, geht es nun an die Internationalisierung. Dafür erhielt das Startup jetzt ein Investment in siebenstelliger Höhe. Zu dem Investorenkonsortium gehörte unter anderem AWS Double. Der Großteil der Investition stamme von „einem erfolgreichen deutschen mittelständischen Unternehmen“, so die Gründer weiter.

IoT-Technik bei vielen KMUs noch lange nicht ausgereift

Immer wieder ist von großen Hacker-Angriffen auf IoT-Devices von Unternehmen zu lesen. Der Grund: Sie verwenden Eigenentwicklungen, die oft zu wenig ausgereift sind. Viele Unternehmen fangen hier noch bei Null an. Und da für die Entwicklung von IoT-Lösungen ein immenser Aufwand im Raum steht, bleibt der Schutz gegen Hacker und Ausfälle oft auf der Strecke. Hier soll nymea nun Abhilfe schaffen. Das Betriebssystem soll als Basis für IoT-Funktionen dienen, die zusammen mit dem Unternehmen entwickelt werden. Wenn die Geräte dann auf dem Markt sind, sollen sie permanent mit Updates und neuen Funktionen versorgt werden. Sicherheitslücken sollen auf diese Weise dauerhaft geschlossen werden.

Eine Cloud-Lösung kommt für guh nicht infrage. Hier sieht man das Hauptproblem darin, dass die Geräte nicht mehr richtig funktionieren, wenn die Cloud ausfällt. Deshalb will man bei nymea einen anderen Weg gehen und möglichst viele Prozesse am Geräte selbst ausführen. So kommunizieren die Geräte direkt vor Ort miteinander und nicht in der Cloud. Auf diese Weise will man die Ausfallsicherheit deutlich erhöhen. Hönegger empfiehlt in diesem Zusammenhang die Nutzung starker Hardware, damit für zukünftige Funktions-Updates immer ausreichend Leistung zur Verfügung steht.

Hönegge von erfolgreicher Zukunft überzeugt

Der Geschäftsführer von guh gibt sich siegesgewiss. So wie Smartphone-Hersteller sich beispielsweise auf Betriebssysteme wie Android verlassen und sie nicht erst selbst entwickeln, werde man später auch bei IoT-Geräten auf bereits entwickelte Lösungen bauen. So könne es beispielsweise sein, dass man in Zukunft nicht mehr die Geräte fähig für das IoT macht, sondern sie auf das Internet of Things zuschneidet. Högge könne sich beispielsweise vorstellen, dass künftig jedes Gerät ein eigener App-Store mit einer deutlich größeren Vielfalt an Möglichkeiten wird als heute.

(Redaktion)


 


 

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