Weitere Artikel
Die PR-Kolumne

Öffentlichkeitsarbeit im Internet

An dieser Stelle geben Roger Homrich und sein Team im monatlichen Rhythmus Einblicke in die Öffentlichkeitsarbeit. Die Agentur PR-Partner Köln betreut seit 15 Jahren Mittelständler und Konzerne aus der IT-und TK-Branche.

Öffentlichkeitsarbeit im Internet
In den kommenden Ausgaben erkundet die Kolumne das Thema Online-PR. Neben Beiträgen zu Web 2.0 oder Second Life gibt es, aber natürlich auch handfeste Tipps & Tricks. Diese Folge fragt zunächst einmal nach dem Unterschied zwischen Pressearbeit für Printmedien und der PR im Netz.

Online-PR

Von Google direkt in die Spätnachrichten
Welche Möglichkeiten in der Online-PR stecken, zeigt ein kleines Beispiel aus der Praxis. Die Nachrichtenredaktion eines TV-Senders recherchierte für einen Bericht über ein Start-up-Unternehmen, dessen Internet-Idee gerade von einem Großinvestor aus England entdeckt worden war. Dazu sollte auch die Erklärung eines auswärtigen Experten eingespielt werden.

Wie hat die Redaktion den Experten gefunden? Anstatt wie früher zum Telefon zu greifen gab der zuständige Redakteur zwei Suchwörter in der Suchmaschine Google ein. Daraufhin spuckte das Internet einige hundert Ergebnisse aus, dazu im rechten Fensterbereich auch passende Anzeigen. Dort entdeckte der Redakteur die Werbung eines IT-Dienstleisters in seiner Stadt. Über den Link auf die Unternehmensseite stieß er auf das Interview mit einem Mitarbeiter, der sich tatsächlich zum gesuchten Thema äußert. Eine halbe Stunde später stand ein Fernsehteam vor der Tür des Unternehmens und drehte ein Kurzinterview mit dem Experten. Die Spätnachrichten brachten schließlich den Beitrag über das Start-up und spielten auch ein Zitat des Experten ein mit dem Namen seines Arbeitgebers.

Wenige Tage später wurde der Mitarbeiter auf einer Kundenveranstaltung mehrfach auf das Interview angesprochen. Die örtliche IHK lud ihn daraufhin zu einem Vortrag ein. So zieht ein Medienereignis Kreise. Ohne Internet hätte es diesen Einspieler in den Spätnachrichten und seine Folgen vermutlich nicht gegeben. Anstatt über Monate bei infrage kommenden Redaktion zu baggern, war das Unternehmen im richtigen Moment zur Stelle. In diesem Fall war es die Anzeige bei der Suchmaschine Google. In einem anderen Fall kann es ein gut besuchtes Weblog des Unternehmens oder eines Mitarbeiters sein oder die Website selbst oder ein oft gelesener Fachbeitrag auf einem Onlineportal.

Informationen und Statements auf einen Klick Der Unterschied zum klassischen Print-Medienmarkt fällt ins Auge: In der digitalen Welt sind Informationen miteinander vernetzt und lassen sich in Sekundenschnelle durchsuchen und auffinden. Während ein PR-Fachartikel in einer Branchenzeitschrift in Vergessenheit gerät, geht im Web so schnell nichts verloren – selbst beim Versuch, die Inhalte zu löschen.

So nahm Google unlängst ein Weblog auf seiner eigenen Blogging-Plattform vom Netz. Dessen Autor beschimpfte neuseeländische Minister als Sexualtäter und rief indirekt zum Mord an einer Abgeordneten auf. Doch selbst nach dem Abschalten geisterten noch Seiten mit den verunglimpfenden Inhalten durchs Netz, etwa in zahlreichen Webarchiven, sogar bei Google selbst, die versäumt hatten, auch die Zwischenspeicher ihrer Suchmaschine zu leeren. Also von wegen Flüchtigkeit der Daten!


 


 

PR Kolumne
Öffentlichkeitsarbeit im Internet
Google
Online PR

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "PR Kolumne" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: