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Die PR-Kolumne

Öffentlichkeitsarbeit im Internet

Die Architektur der Aufmerksamkeit

Ein weiterer wichtiger Unterschied zu gedruckten Veröffentlichungen ist: Beliebte Inhalte werden leichter gefunden. Dazu führen Suchmaschinen wie Google eine Art Chartliste der meist besuchten Webseiten, genauer gesagt, von Webseiten, auf die viele andere Seiten, Beiträge oder Kommentare verweisen. Diese Architektur der Aufmerksamkeit spült aus Sicht des Publikums wichtige Inhalte nach oben. Im Kommunikationsjargon heißt das: Im Internet lassen sich die Leitthemen der öffentlichen Agenda auf Knopfdruck identifizieren.

Diesen Mechanismus gilt es in der Online-PR zu nutzen. Entweder, indem ein Unternehmen Geld ausgibt und Online-Werbung schaltet oder sich am aktiv am Diskurs im Internet beteiligt. Doch dieses Vorhaben stellt die Kommunikationsverantwortlichen in Unternehmen und Agenturen vor eine neue Herausforderung. Die Autoren müssen sich die Gunst ihrer Leser verdienen. Bei klassischer Print-PR weiß der Autor letztlich nicht, ob und wie oft sein Artikel gelesen wird. Zwar veröffentlichen Verlage in den Mediadaten ihrer Publikationen, welche Zielgruppen ihr Medium erreicht. Aber ob Manager, Geschäftsführer und Verkaufsleiter den mühsam verfertigten PR-Beitrag der Firma Stolz & Söhne tatsächlich lesen und beherzigen, bleibt ohne kostspielige Marktforschung im Dunkeln.

Anders dagegen im Internet: Der Erfolg eines Unternehmens-Weblogs zeigt sich mit den richtigen Werkzeugen unmittelbar. Liefern sich die Leser in den Kommentaren etwa heiße Debatten, erhöht das die Bewertung des Blogs bei Google. Gleiches gilt für Links, mit denen andere Weblogs auf ein Blog verweisen. Oder etwa so genannte News-Feeds der Leser. Hierbei handelt es sich um eine Funktion, um Inhalte eines Weblog etwa zu abonnieren und automatisch auf den eigenen PC zu übertragen.

Fazit

Für Unternehmen, die das Internet für die eigene Öffentlichkeitsarbeit nutzen wollen, gilt also: Sie müssen bei Google gefunden werden! Entweder durch Online-Anzeigen oder indem sie gut besuchte Webinhalte produzieren. Doch eigene Online-Publikationen stellen ungewohnte Anforderungen an die Kommunikations-Gewohnheiten von Unternehmen. Wer diese nicht beachtet, kann dem eigenen Bild in der Öffentlichkeit nachhaltig schaden. Denn das Publikum im Internet ist nicht mehr die anonyme und schweigsame Masse. In Zeiten von Web 2.0 können Leser und Kunden antworten und sich auch publizistisch auf der gleichen Plattform wie Unternehmen organisieren und äußern. Die nächste Folge zeigt darum am Beispiel eines Unternehmens-Weblogs, welche Fußfallen es in der Online-PR zu beachten gilt und welche Qualitätsmaßstäbe Unternehmen an ihre Online-PR anlegen sollten.

Infos zur Agentur PR Partner Köln finden Sie hier: www.prp-koeln.de

(Thomas Sprenger)


 


 

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