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Steigende Marktchance

Landwirte sollen auf Ökoprodukte setzen

(ddp-nrw). Die Landwirte in NRW sollen stärker am Bio-Boom teilhaben. «Meine Agrarpolitik ist darauf ausgerichtet, die Wettbewerbsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft zu verbessern. Da mache ich keinen Unterschied zwischen dem konventionellen und dem ökologischen Landbau», sagte Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf bei der Vorstellung einer Marktstudie zu den Chancen von Ökoprodukten. Die Grünen kritisierten, die Regierung setze zu spät auf die ökologische Landwirtschaft.

Zusammen mit den Landwirtschafts- und Umweltverbänden sowie der Landwirtschaftskammer sei als erster Schritt im Sommer eine «Gemeinsame Entwicklungsstrategie zur Stärkung des ökologischen Landbaus in Nordrhein-Westfalen» vereinbart worden, berichtete Uhlenberg. Zurzeit stehe eine Überprüfung und Anpassung der Förderung ökologisch wirtschaftender Betriebe an. Eine «moderate Erhöhung der Prämien» für Ökobauern sei denkbar. 

Die Studie in Auftrag des Landwirtschaftsverbands geht davon aus, dass der künftige Bedarf des Landes an Getreide, Obst, Gemüse, Milch und Fleisch aus ökologischer Produktion nur durch eine erhebliche Ausdehnung der ökologisch bewirtschafteten Fläche in Nordrhein-Westfalen gedeckt werden kann. Dabei wurde in der Studie vereinfachend angenommen, dass die Nachfrage nach Ökoprodukten vollständig aus NRW und angrenzenden Gebieten gedeckt wird. 

Bis zum Jahr 2012 müssten danach rund 43 000 Hektar zusätzlich umgestellt werden. Im Vergleich zum Jahr 2007 würde dies eine Ausdehnung der ökologisch bewirtschafteten Flächen in Nordrhein-Westfalen um etwa 80 Prozent bedeuten.

Die Grünen warfen der Landesregierung vor, den Trend zu Bioprodukten verschlafen zu haben. «Drei Jahre lang haben CDU und FDP den Bio-Boom in NRW abgewürgt und den Ökolandbau ideologisch motiviert bekämpft«, sagte der Grünen-Agrarexperte Johannes Remmel. Stattdessen seien die Weichen «einseitig in Richtung Agrarindustrie und Massentierhaltung» gestellt worden. 

»Ob den Worten auch Taten folgen, ist bei dieser Landesregierung aber äußerst fraglich«, fügte Remmel hinzu. Während die Nachfrage bei Bio-Produkten seit Jahren boome, stagniere die Öko-Anbaufläche in NRW. »Sollte die Landesregierung die Förderung und Ausweitung des Ökolandbaus in NRW nun ernsthaft anpacken, hat sie dabei unsere volle Unterstützung", sagte der Landtagsabgeordnete.

(Quellen: alle in Mitteilungen)

(Redaktion)


 


 

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