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Ommer GmbH

Plastikgigant bestätigt Zahlungsunfähigkeit

Der familiengeführte Tragetaschenhersteller „Ommer“ aus Lindlar stellt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

„Tod der Tüte“ titelte die Presse noch Ende des vergangenen Jahres als Reaktion auf den Plan der EU-Kommission, die Verwendung von Plastiktüten eindämmen zu wollen. Das Image der Polyethylen-Tragetasche, im Volksmund bekannt als die „Plastiktüte“, hatte ihren Tiefpunkt erreicht und mit ihrem Ruf litten auch die Absatzzahlen. Ob es allein an den widrigen Umständen liegt, die die Ommer GmbH jetzt zum einlenken gezwungen haben, sei dahin gestellt. Fakt aber ist, dass der Verkauf an Plastiktüten kontinuierlich sank.

Jetzt hat das Familienunternehmen mit Sitz im Bergischen Lindlar bei Köln die Notbremse gezogen und Insolvenz angemeldet. Am Dienstag beantragte der Geschäftsführer Herbert Pjede die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Kölner Amtsgericht, um das Unternehmen in einem Insolvenzverfahren zu sanieren. In Abstimmung mit den wesentlichen Gläubigern und auf Vorschlag des Unternehmens wurde der Sanierungsfachmann Dr. Peter Neu (ATN Rechtsanwälte) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Die offizielle Bekanntmachung wird im Laufe des Tages in Form einer Pressemeldung durch den zuständigen Anwalt des Unternehmens erwartet.  Vorab konstatierte die Geschäftsführung, dass es oberste Ziel sei, das Unternehmen zu halten. Auch eine gesunde Verkleinerung sei werde dazu in Betracht gezogen.

Ommer Insolvenz: 87 Mitarbeiter betroffen

Die Ommer GmbH wurde 1979 von Bert Ommer gegründet und wird seit circa zehn Jahren in der zweiten Generation geführt. Der selbsternannte „Tragetaschenprofi aus Oberberg“ galt über Jahre als feste Größe der stetig schrumpfenden Branche und konnte sich als zweitgrößter Tragetaschenhersteller Deutschlands etablieren.  In guten Jahren erwirtschaftete der Betrieb einen jährlichen Umsatz von 20 Millionen Euro.

Als Gründe für die derzeitige Krise werden die Folgen der Finanzmarktkrise genant, die dem Unternehmen Substanz gekostet haben. Trotz guter Auftragslage droht der Familienbetrieb zahlungsunfähig zu werden. Durch das Insolvenzverfahren hofft sich das Unternehmen, die notwendige Liquidität zu beschaffen, um die grundlegende Sanierung zu ermöglichen. Pjede bestätigte: „Das Ziel ist eine dauerhafte Erhaltung der Arbeitsplätze und Fortführung des Standortes.“

Mehr über die Ommer GmbH auf Business-on.de lesen Sie hier.

Weitere Infos unter www.ommer.de.

(Redaktion)


 


 

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