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Opel-Betriebsrat rechnet fest mit neuem Investor

(ddp-nrw). Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz schürt Hoffnungen auf einen Investor für den angeschlagenen Autohersteller. «Ich bin zuversichtlich und sicher, dass ein Investor für Opel gefunden wird», sagte Franz der in Essen erscheinenden «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Dienstagausgabe) laut einem Vorabbericht. Er erwarte Sondierungsgespräche in den kommenden Wochen. Es gebe Interessenten an Opel über den Finanzsektor hinaus, berichtete Franz.

Nach Informationen der Zeitung ist für Ende der Woche auch ein Gespräch auf hoher Beraterebene zwischen dem Scheichtum Abu Dhabi und der nordrhein-westfälischen Landesregierung geplant. Nach einem ersten Treffen von Scheich Hamdan und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) vor einigen Tagen seien die Kontakte weiter gepflegt worden, hieß es. Das Emirat Abu Dhabi hatte vor einer Woche erstmals öffentlich Interesse an Opel bekundet.

Zu den möglichen Auswirkungen auf Opel durch eine Insolvenz des US-Mutterkonzerns General Motors (GM) sagte Franz: «Für uns gibt es keine negativen Auswirkungen, wenn es zu Chapter 11 kommt.» Opel erhalte momentan ohnehin kein Geld von GM, sagte er und betonte: «Opel ist liquide.» Bei einem sogenannten Verfahren nach Chapter 11 in den USA müssten die Gläubiger stärker verzichten, als sie bislang angeboten haben.

Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel forderte unterdessen die Bundesregierung auf, den Trennungsprozess von GM und Opel zu forcieren. «Opel darf nicht in den Strudel von GM gezogen werden», sagte Einenkel der Zeitung.

Unterdessen kritisierte EU-Industriekommissar Günter Verheugen Spekulationen über eine Insolvenz scharf. Allein in Europa hingen von der Opel-Konzernmutter General Motors 300 000 Arbeitsplätze ab, sagte er dem «Hamburger Abendblatt» (Dienstagausgabe). Angesichts dieser Größenordnung sei «jedes Gerede über Insolvenz grob fahrlässig». Der EU-Kommissar warnte vor einem unabgestimmten Vorgehen und forderte eine transatlantische Lösung für Opel: «Eine rein deutsche Lösung wäre nicht möglich.»

Zugleich warb der EU-Kommissar um Offenheit für staatliche Hilfen: «Wenn potenzielle Investoren staatliche Bürgschaften brauchen, sollte man das nicht ausschließen.»

(Redaktion)


 


 

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