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Koch: Opel-Insolvenz ist «keine gleichberechtigte Alternative»

(ddp-nrw). Im Ringen um eine Lösung für den angeschlagenen Autohersteller Opel ist eine Insolvenz nach Ansicht von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) «keine gleichberechtigte Alternative». Diese Möglichkeit stehe rein rechtlich zwar im Raum, allerdings könne es sie nur geben, «wenn wir uns nicht verständigen», sagte er am Montag im ARD-«Morgenmagazin». Man müsse sich dabei bereits im Vorfeld über die Konsequenzen einer Insolvenz im Klaren sein, beispielsweise auch für die rund betroffenen 3000 Zuliefererbetriebe.

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte am Wochenende mit Blick auf die seiner Ansicht nach derzeit unzureichenden Konzepte eine Opel-Insolvenz ins Spiel gebracht.

Weiter wies Koch darauf hin, dass die Politik erwarte, dass ein Bieter die vom Staat erhaltenen Gelder zurückzahlt. Zudem müsse er bei Opel auch «mit eigenem Risiko reingehen». Erneut betonte er, dass der Erhalt aller Arbeitsplätze bei der europäischen General-Motors-Sparte «unrealistisch» sei. Seit den ersten Konzepten sei klar, dass etwa 11 000 Stellen in Europa gestrichen würden. Die Politik sei jedoch daran interessiert, «so viele Stellen wie möglich zu erhalten» und den Steuerzahler nur leicht zu belasten, sagte der Regierungschef.

Im Tagesverlauf wollten sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Opel-Standorten erneut mit der Bundesregierung über die eingereichten Konzepte der drei Investoren verständigen. Neben dem italienischen Hersteller Fiat hatten auch der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna sowie der Finanzinvestor Ripplewood ihr Interesse bekundet.

(ddp)


 


 

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