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Ostern

Ostermärsche in über 70 Städten - Veranstaltungen auch in NRW

(ddp-nrw). An den traditionellen Ostermärschen der Friedensbewegung haben sich in diesem Jahr nach Veranstalterangaben bundesweit mehrere Tausend Menschen in über 70 Städten beteiligt. In Nordrhein-Westfalen waren Hunderte Aktivisten unter anderem im Ruhrgebiet, im Münsterland und in Köln unterwegs. Sie protestierten gegen den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr und nannten die NATO ein «Kriegsbündnis». In vielen Kundgebungen wurde zudem für eine Welt ohne Atomwaffen demonstriert.

Nach Angaben des Sprechers der bundesweiten Infostelle Ostermarsch 2009, Willi van Ooyen, lagen die Teilnehmerzahlen insgesamt über denen des Vorjahres. Trotz des traditionellen Charakters dieser fast 60 Jahre alten Friedensbewegung seien in diesem Jahr auch zunehmend junge Menschen an den Aktionen beteiligt gewesen.

Die Ostermarsch-Bewegung entstand in den 1950er Jahren in Großbritannien. Seither gehen jedes Jahr zu Ostern in verschiedenen Ländern Zehntausende Menschen auf die Straße, um für den Frieden zu demonstrieren. Der erste Ostermarsch in Deutschland fand 1960 statt.

Beim größten Ostermarsch protestierten rund 12 000 Menschen gegen das sogenannte Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide. Seit Jahren demonstrieren zu Ostern hier Tausende Menschen gegen die geplante Wiederinbetriebnahme des ehemaligen sowjetischen Schießplatzes bei Wittstock im Norden Brandenburgs durch die Bundeswehr.

In NRW gab es Kundgebungen unter anderem in Gummersbach sowie im münsterländischen Nottuln und Havixbeck. In Köln führte ein Motorradkorso zum DHL-Frachtzentrum, wo gegen die Einbindung der DHL in die Bundeswehrlogistik protestiert wurde. Der dreitägige Ostermarsch Ruhr sollte nach Etappen in Essen, Gelsenkirchen, Wattenscheid und Bochum am Montagnachmittag in Dortmund enden. Auch in Düsseldorf gab es am Osterwochenende eine Kundgebung von Friedensaktivisten.

Bei den Veranstaltungen wurde unter anderem der Abzug der noch in Deutschland lagernden US-Kernwaffen gefordert. Gewerkschaftsvertreter kritisierten die Höhe der Rüstungsausgaben.

(ddp)


 


 

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