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Bayer und Steinbrück legen Streit um CO-Pipeline bei

(ddp-nrw). Die Auseinandersetzung zwischen dem Leverkusener Bayer-Konzern und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) um die geplante Kohlenmonoxid-Pipeline scheint beigelegt. Einem Bericht der in Essen erscheinenden «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Freitagausgabe) zufolge fand Anfang der Woche ein Gespräch zwischen Steinbrück und Bayer-Chef Werner Wenning statt. Das hätten Sprecher des Unternehmens und des Finanzministeriums der Zeitung bestätigt.

Steinbrück, der in Mettmann für ein Bundestagsmandat kandidiert, hatte nach dem Chemie-Unfall in Mönchengladbach ein Spitzengespräch zu der Pipeline gefordert. 

Dem Vernehmen nach sei das Gespräch offen und konstruktiv verlaufen, Unklarheiten in der Frage der Sicherheit der CO-Pipeline seien weitestgehend geklärt worden. Bayer habe zugesagt, Ängsten und Befürchtungen der Betroffenen mit einer verstärkten Informationsoffensive begegnen zu wollen. Der Bayer-Sprecher bestätigte auch dem Blatt, dass Wenning für den Bau der Pipeline einen neuerlichen Beschluss des NRW-Landtages vorschlägt. Das Unternehmen wolle noch mal die Bedeutung der CO-Pipeline für das Gemeinwohl in Nordrhein-Westfalen ausarbeiten. «Wir gehen davon aus, dass sich die Parteien und die Fraktionen des Landtags anschließend noch einmal mit dem Vorhaben befassen. Das parlamentarische Votum wird dann für uns den weiteren Weg weisen», sagt der Sprecher. 

Die geplante CO-Pipeline zwischen Krefeld-Uerdingen und Dormagen soll eine Länge von 67 Kilometern haben. Kohlenmonoxid wird an diesen Standorten seit Jahrzehnten bei der Produktion hochwertiger Kunststoffe verarbeitet, die etwa im Automobilbau zum Einsatz kommen. Der NRW-Landtag hatte das für den Bau der CO-Pipeline erforderliche Gesetz im März 2006 einstimmig beschlossen. Gegen den Bau hatte sich in der Region Widerstand von Anwohnern formiert.

(Redaktion)


 


 

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