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Persönlichkeitsrecht

Franziska van Almsick klagt gegen Magazin Closer wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung

Das Landgericht München I muss sich derzeit mit einer Klage der Ex-Schwimmerin Franziska van Almsick auseinandersetzen. Beklagte im einstweiligen Verfügungsverfahren ist das Klatschmagazin Closer, das womöglich ein Zusammentreffen von Almsicks mit ihrem Bodyguard nicht ganz uneigennützig falsch gedeutet hat. Es dichtete bei den beiden mit etwas Wohlwollen eine Art Romanze an.

Keine Tatsachenbehauptungen

Der Security-Mann Ahmad M. und die Ehefrau des Unternehmers Jürgen Harder küssten sich am Flughafen – allerdings nur zur Begrüßung links und rechts auf die Wange. „Die beiden wirkten sehr vertraut, fast wie ein Paar“, so die Angaben eines angeblichen Augenzeugen im streitgegenständlichen Artikel. Und weiter: „Wer ist wohl der Mann, den Franziska van Almsick da so glücklich in den Arm nimmt?“ Dazu wurden Fotos der Geschehnisse abgebildet.

Fraglich ist nun, ob diese Wort- und Bildberichterstattung schon die Grenze zur Rechtswidrigkeit überschritten hat. Zweifellos wurden keine über das Treffen hinausgehende Tatsachen aufgestellt. Die Zeitschrift Closer behauptete nicht etwa, dass es sich tatsächliche Liebesbeziehung handelt. Dass die gemachten Andeutungen in diese Richtung zielen, dürfte aber auch nicht zu bestreiten sein.

Rechtswidrige Persönlichkeitsrechtsverletzung

Diese Meinung ist nicht überraschend. Franziska van Almsick fordert neben Unterlassung auch 20.000 Euro Schmerzensgeld. Letzteres wird nur gewährt, wenn es sich um eine schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung handelt. Ob die nach Ansicht der Richter vorliegt, wird wohl erst zur Urteilsverkündung am 2. Oktober 2013 entschieden. Der Vorsitzende Richter der 9. Zivilkammer erklärte jedenfalls in der mündlichen Verhandlung schon mal, dass die Bilder in dieser Form nicht hätten veröffentlicht werden dürfen.

Gerade aber die harmlosen Bilder ließen den Text wiederum ganz anders wirken, so der Closer-Anwalt Gerald Neben. Zudem sei ja gar nicht behauptet worden, dass die beiden ein Paar seien. Van Almsicks Medienanwalt Christian Scherz sprach dagegen von billigem Journalismus. Auch vage heiße Luft berühre die Privatsphäre.

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(Christian Solmecke)


 


 

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