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Vorsicht bei Schmuck und Piercings am Arbeitsplatz

(ots) - Ohrringe, Halsketten, Armbänder und Co. sind zwar schön anzusehen, doch in einigen Jobs fehl am Platz. Das gilt vor allem für Berufe, in denen es auf den Schutz von Patienten und eine strenge Hygiene ankommt oder in denen körperlich gearbeitet wird. "Beschäftigte im Gesundheitsdienst können die Patienten sogar verletzen, wenn sie Ringe oder Uhren anbehalten", sagt Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin von TÜV Rheinland.

"Hinzu kommt, dass Krankheitserreger sich unter dem Schmuck festsetzen und so auf Patienten übertragen werden können." Deshalb verbieten die Vorschriften der Berufsgenossenschaften Schmuck an den Händen und Armen. Da viele Pflegekräfte für ihre Arbeit eine Uhr benötigen, sollten sie Modelle wählen, die sich an der Kleidung befestigen lassen oder ihre normale Armbanduhr in die Kitteltasche stecken. 

Arbeitnehmer sollten die Risiken nicht auf die leichte Schulter nehmen

Nicht so eindeutig geregelt ist das Tragen von Uhren, Ringen oder Ketten in vielen anderen Berufszweigen. Aber auch dort sollten Arbeitnehmer die Risiken nicht auf die leichte Schulter nehmen. Besonders gefährdet sind Beschäftigte, die mit schweren Maschinen arbeiten. Denn in unachtsamen Momenten können sich beispielsweise lange Ketten oder Ohrringe sowie Armreifen, Armbänder oder große Ringe verfangen. Solche Unfälle können mit blauen Flecken noch harmlos ausgehen, es kann aber auch zu Schnittverletzungen kommen, zu Strangulation oder sogar zu abgerissenen Gliedmaßen. Wer in Schalträumen oder Trafo-Stationen tätig ist, sollte sich zudem vor Verbrennungen in acht nehmen, da sich der Metallschmuck durch die hohen elektrischen Feldstärken erhitzen kann. 

Auch Piercings sind in vielen Berufen kein harmloses modisches Vergnügen

Prinzipiell bergen sie das gleiche Verletzungsrisiko wie jeder andere Schmuck. Hinzu kommt, dass die gepiercten Schmuckelemente manchmal unbemerkt den Sitz von Schutzausrüstungen beeinträchtigen oder selbst der Auslöser für Erkrankungen sind. Besonders häufig ist das allergische Ekzem, hervorgerufen durch eine Nickelallergie. Schätzungen zufolge leidet jeder zehnte Deutsche darunter. Darum sollten Piercings unbedingt nickelfrei sein und sich einfach herausnehmen lassen. Geht das nicht, lässt sich das Risiko, hängen zu bleiben, zumindest durch Abkleben des Schmucks mit Wundpflaster minimieren.

Mehr Infos: www.TÜV-Rheinland.de

(ots / Björn Godenrath )


 


 

Dr. Ulrike Roth
Schmuck am Arbeitsplatz
Piercings am Arbeitsplatz

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