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  • 18.04.2006,
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  • Köln

PKV: Nichtversicherte in Not auffangen

Die Forderung von Unions-Fraktionschef Volker Kauder, wonach Menschen, die wegen wirtschaftlicher Not aus der privaten Krankenversicherung ausgeschieden sind, eine neue Absicherung benötigten, kommentierte PKV-Verbandsvorsitzender Reinhold Schulte erst kürzlich: „Die PKV-Unternehmen sind prinzipiell bereit, Nichtversicherte in ökonomischer Notlage, die zuletzt privat krankenversichert waren, in einen brancheneinheitlichen Tarif wieder aufzunehmen.

Der Schutz würde von demjenigen Unternehmen gewährt, bei dem zuletzt Vollversicherung bestand. Voraussetzung für dieses Angebot sei, dass auch die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) die Bedingungen dafür schafft, ihre ehemaligen Mitglieder erneut zu versichern.

Damit würden Rückkehrmöglichkeiten für grundsätzlich alle Menschen eröffnet, die aus wirtschaftlicher Not derzeit keinen Versicherungsschutz haben – so, wie Union und SPD dies im Koalitionsvertrag anstreben. Die PKV stimme mit der Bundesregierung darin überein, dass in einem modernen Sozialstaat niemand ohne Versicherungsmöglichkeit dastehen sollte.

Dabei handele es sich nach Aussagen des PKV-Verbandes um ein "vergleichbar überschaubares Phänomen": Vorliegende Erhebungen gingen für das Jahr 2003 von zwischen etwa 90 Tsd. und unter 200 Tsd. Betroffenen aus. Von der Politik mitunter genannte deutlich höhere Zahlen hätten keine empirische Grundlage und dienten meist als "durchsichtiges Argument zur Einführung der Bürgerversicherung". Zu Detailgesprächen mit der Politik sei der Verband aber jederzeit bereit.

Weitere Infos: www.pkv.de

(ES)


 


 

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