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Regelmäßiger Streitfall: Begrenzungen bei günstigen PKV-Tarifen

(ddp.djn). Welche Einschränkungen bei den Tarifen von privaten Krankenversicherungen rechtens sind, ist immer wieder ein Streitfall. Nach einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Bundesgerichtshofs muss nun beispielsweise eine private Krankenversicherung die Kosten für eine ambulante Behandlung bei einem Internisten nicht voll ersetzen, wenn es hierzu eine entsprechende Klausel im Versicherungsvertrag gibt (AZ: IV ZR 11/07).

Bei dem verhandelten Fall forderte ein Mann, der über den Elementartarif versichert war, die komplette Kostenübernahme der privaten Krankenversicherung für eine Heilbehandlung bei seinem hausärztlichen Internisten. Allerdings waren die zuständigen Richter der Meinung, dass die Heilbehandlung beim Internisten im Rahmen des Elementartarifs eben nur zu 80 Prozent erstattungsfähig ist. Der Kläger könne mit seiner günstigen privaten Versicherung nicht die gleichen Leistungen wie bei einer gesetzlichen Versicherung oder einer teuren privaten Versicherung erwarten.

Es wurde darauf hingewiesen, dass der Mann ja die Wahl zwischen einem teureren Tarif ohne Einschränkungen oder der Inanspruchnahme eines in der Tarifbedingung genannten Arztes hatte. Außerdem führte das Gericht an, dass das Interesse der Versicherung, Kosten zu minimieren, berechtigt sei. Das Landgericht München hatte dem Mann mit seinem Urteil bereits im Dezember 2006 widersprochen.

(ddp)


 


 

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