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Plastec Kunststofftechnikum

10 Jahre Plastec: "Wir sind dem Weg des Dienstleisters treu geblieben"

Was vor zehn Jahren mit einer aus der idealistischen Vorstellung von Unternehmensführung und Unternehmensphilosophie entsprungenen Gründung eines Drei-Mann-Betriebes begann, mauserte sich in den vergangen Jahren zu einem universellen Dienstleister der Kunststofftechnik. Mit dem ambitionierten Anspruch „Unmögliches dennoch umzusetzen“ steht die Firma Plastec Kunststofftechnikum Oberberg GmbH aus Wiehl Marienhagen heute trotz (oder gerade wegen) einer ständigen Selbsterneuerung für Flexibilität, Zuverlässigkeit und vor allem qualitative Beständigkeit.

„Einer der wichtigsten Punkte ist die Neutralität, mit der wir dem Markt und seinen stets neuen Herausforderungen begegnen.“ So Siegfried Zillmann, Gesellschafter der Plastec Kunststofftechnikum Oberberg GmbH, über die erfolgreiche Eigenart seines Unternehmens. Die Innovation, die in jedem der angehenden Projekte stecke, erfordere neben kurzen Entscheidungswegen eben auch die Grundeinstellung „immer sachlich und exakt zu agieren“, so der Geschäftsführer erklärend.

Eigenschaften wie diese waren es auch, die Zillmann, zusammen mit Geschäftspartner Michael Sanin, vor über zehn Jahren dazu bewegten, den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen: Die Geschäftsführer, beide aus der Anwendungstechnik kommend, wollten Musterungen und Dienstleistungen für die Kunststofftechnik in den unterschiedlichsten Branchen einem weiten Kundenspektrum zur Verfügung stellen.

Das Defizit zu langatmiger Entscheidungs- und Verwaltungswege größerer Betriebe bildete schnell die Basis für erste Überlegungen und schließlich konkreter Planungen im Jahr 1997. Im Juli 1998 kam es dann zur Gründung einer GbR , die zwei Jahre später in eine Umwandlung zur GmbH mit der Einstellung des ersten Angestellten und des ersten Auszubildenden als Verfahrensmechaniker mündete.

Heute beschäftigt Plastec, dessen Geschäftsbereich sich von der Konstruktion und dem Bau von Prototyp- und Serienwerkzeugen bis zur Abmusterung von Kundenwerkzeugen und deren Optimierung erstreckt, 20 Mitarbeiter und konnte den Umsatz von anfänglichen 50.000 Euro kontinuierlich auf aktuell 1 Millionen Euro steigern.

Die Plastec-Erfolgsformel: Das scheinbar Unmögliche schnellstmöglich umsetzen

Grund für die beständige Entwicklung sehen die Geschäftspartner hauptsächlich in der Flexibilität, mit der Plastec an Aufträge und Kundenwünsche herangeht. „Über sehr kurze Wege werden bei uns schnelle umsetzbare Lösungen für Kunden gefunden und entwickelt“, so Sanin. Dem daraus resultierenden Unternehmensmotto „auch das Unmögliche umzusetzen“ nutzen heute Namen wie beispielsweise Elco, Siemens, VDO, Delphi, Continental, die Polytec-Group, ISE und Brose zur Realisierung anspruchvollster Wünsche.  
Vor allem sei das Unternehmen, entgegen Prognosen Außenstehender, man würde sich zu einem reinen Produzenten entwickeln, seinem Anspruch als Dienstleister treu geblieben. Ein gutes Verhältnis zum Kunden habe hierbei in all den Jahren einen besonderen Stellenwert gehabt, ergänzt Zillmann. Der geforderte ehrliche und ebenbürtige Umgang gelte auch Intern. „Ein gutes Arbeitsklima sowie ein respektvolles Miteinander setzt eine anhaltende Weiterbildung des Teams voraus“, ist sich Zillmann sicher. „So können wir selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten gewährleisten.“

Aus – und Weiterbildung: Jeder Einzelne stärkt das Plastec-Team

Trotz der noch kleinen Unternehmensgröße wurde immer viel Wert auf Ausbildung gelegt: So wurde bereits früh nach der Unternehmensgründung das Technikum um einen eigenen Werkzeugbau vergrößert. Schon ein Jahr später, in 2002, konnte hier der erste Lehrling im Berufsfeld Werkzeugmechaniker ausgebildet werden. In 2003 wurde dann das vielfältige Ausbildungsangebot um den Beruf des technischen Zeichners zusätzlich erweitert. „Mittlerweile haben fünf Azubis erfolgreich ihre Lehre abgeschlossen“, fügt Sanin nicht ohne Stolz hinzu. Zurzeit befinden sich neun Auszubildende im Unternehmen, sieben davon seit 2008 in den Bereichen Werkzeugmechaniker, Verfahrensmechaniker, Produktdesigner und Kauffrau für Bürokommunikation. „Die Ausbildung von eigenem Fachpersonal ist für uns von besonderer Bedeutung“, erklärt Sanin weiter. „Uns ist es wichtig, mit Auszubildenden zu wachsen, die unsere Werte leben und sich mit unserer Philosophie identifizieren können.“ Der freie Arbeitsmarkt bietet selten eine geeignete Auswahl an gut ausgebildeteten Fachkräften. Plastec sieht hier eine weitere Option sich zukünftig auf dem Markt wettbewerbsfähig aufzustellen.

Die Ambition, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln gilt jedoch nicht nur für jeden einzelnen Mitarbeiter im Plastec-Team, sondern auch für den Betrieb an sich. So ist es auch die Vielfältigkeit des Unternehmens, mit der sich Plastec von der Konkurrenz abhebt. Hierzu gehöre der Mut, neue Wege – sowohl betriebsintern als auch extern - in Betracht zu ziehen und somit aus möglichen Chancen das Optimum heraus zu holen. Dies gilt für Kooperation mit anderen viel versprechenden Unternehmen, wie der Firma Trexel Inc. aus den USA, mit der Plastec nun schon seit acht Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft als Servicecenter für das MuCellverfahren, ein patentiertes Mikroschäumverfahren, führt, wie auch für die geschäftliche Entwicklung des sportlichen Ausgleichs, wie es mit der Gründung des plastes-sports (www.plastec-sports.de) 2007 realisiert wurde: Aus einem gemeinsamen Hobby fern des Arbeitsalltags entstand mit und mit die Idee zu einer Plattform von Sportlern für Sportler. Die Webseite soll nicht nur die Möglichkeit bieten, aktive Menschen zusammen zu führen, Termine abzustimmen und Reisen oder sportliche Veranstaltungen zu planen, sondern bietet in kürze auch einen Shop für entsprechendes Equipment.

Unternehmensziel: „Den Namen Plastec europaweit bekannt machen“

Entfaltungen wie diese, ließen kaum Zeit, sich über das zehn-jährige Jubiläum Gedanken zu machen: Eine entsprechende Feier konnte auf Grund der momentanen Baumaßnahmen, wie der Umzug von Gummersbach nach Wiehl, der Ausbau um eine Produktionshalle für das Spritztechnikum im letzten Jahr sowie die noch andauernde Renovierung des Bürogebäudes, noch nicht geplant werden. Wichtig sei vielmehr die zukünftige Vorgehensweise, sind sich beide Geschäftsführer einig. „Nach erfolgreicher Erweiterung ist es unser Ziel die Dienstleistung weiter zu intensivieren und erfolgreich am Markt zu agieren“, so Sanin. „Langfristig“, summiert Zillmann, „soll der Name Plastec europaweit bekannt gemacht werden“. Trotz jeglichem Drang nach Innovation, wagt man anlässlich des runden Geburtstags einen Blick zurück auf das gemeinsam Erreichte: Rückblickend sei es die Fähigkeit gewesen, gravierende Entscheidungen gemeinsam zu treffen, sich immer wieder zu fragen, wie man „zu Zweit Einigkeit erzeugen kann“, fasst Zillmann die größte Herausforderung der letzten zehn Jahre zusammen. „Über diesen Zeitraum hinweg an einem Strang gezogen zu haben und sich auch bei Meinungsverschiedenheiten noch in die Augen schauen zu können… das macht besonders stolz.“

(k.olbrisch)


 


 

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