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Polizei Bonn übernimmt Ermittlungen nach rechter Kundgebung in Köln

(ddp-nrw). Nach dem umstrittenen Polizeieinsatz beim sogenannten Anti-Islamisierungskongress der rechtspopulistischen Bürgerbewegung «Pro Köln» hat das Landeskriminalamt (LKA) die Bonner Polizei mit den weiteren Ermittlungen betraut. Damit habe man einer Bitte der Kölner Polizei und Staatsanwaltschaft entsprochen, teilte ein Behördensprecher am Donnerstag mit.

 Bei den teilweise gewalttätigen Protesten gegen die rechte Veranstaltung waren am 20. September 269 Personen festgenommen sowie weitere 135 in Gewahrsam genommen worden. Von den Festgenommenen waren 75 minderjährig. 26 Jugendliche waren jünger als 16 Jahre, drei der Festgenommenen waren noch Kinder.

Nach dem Einsatz hatten mehrere Eltern massive Vorwürfe gegen die Kölner Polizei erhoben. Unter anderem wurde beklagt, dass die Jugendlichen unrechtmäßig lange in den Gefangenensammelstellen festgehalten wurden. Auch hätten sie nicht ihre Angehörigen verständigen können, da ihnen die Mobiltelefone abgenommen wurden.

Zudem hatten die Eltern mitunter lange Anfahrten in Kauf nehmen müssen, um ihre Kinder bei der Polizei abzuholen. Auch wussten einige Eltern offenbar gar nicht, dass ihr Nachwuchs an den Demonstrationen in Köln teilnahm.

Einige Eltern hatten wegen der Vorfälle Strafanzeigen gegen Kölner Polizeibeamte erstattet, die jetzt von der Bonner Polizei bearbeitet werden. Die Kundgebung von «Pro Köln» war schließlich von Kölns Polizeipräsident Klaus Steffenhagen untersagt worden.

(Redaktion)


 


 

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