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Post profitiert kräftig vom Aufschwung - Gewinn nach neun Monaten über zwei Milliarden Euro

(dapd-nrw). Nach Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen profitiert der Logistikkonzern Deutsche Post DHL jetzt kräftig vom Anziehen der weltweiten Konjunktur. In den ersten neun Monaten des Jahres hat sich der Gewinn des weltweit führenden Unternehmens im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt, wie die Post am Dienstag in Bonn mitteilte. Finanzvorstand Larry Rosen erklärte, der Konzern sei auf dem richtigen Weg, habe aber seine Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft.

Von Januar bis September 2010 stieg der Umsatz der Post um 11,2 Prozent auf 37,6 Milliarden Euro. Der Gewinn legte um 121,6 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro zu. Im dritten Quartal wuchs der Umsatz um 13,9 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn nach Minderheiten wurde mit 226 Millionen Euro angegeben. Für das dritte Quartal 2009 hatte die Post noch ein Minus von 83 Millionen Euro verzeichnet.

Erstmals mehr Beitrag von DHL als von Brief

Post-Vorstandschef Frank Appel erklärte, das Ergebnis zeige "erneut, dass wir hervorragend aufgestellt sind, um von der positiven konjunkturellen Entwicklung überproportional zu profitieren". Die Post hob ihre Prognose für das Gesamtjahr zum zweiten Mal in diesem Jahr an. Das operative Ergebnis (vor Zinsen und Steuern, Ebit ) vor Einmaleffekten wird nun bei 2,0 Milliarden bis 2,1 Milliarden Euro erwartet. Zu Jahresbeginn hatte das Unternehmen noch 1,6 Milliarden bis 1,9 Milliarden Euro vorausgesagt. Bis September lag das Ebit bereits bei 1,6 Milliarden Euro, ein Plus von 70,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Erstmals in diesem Jahr werden nach den Worten von Rosen die Bereiche von DHL (Express, Fracht und Logistik ) mehr zum Konzernergebnis beitragen als der Briefsektor, zu dem auch des Geschäft mit Päckchen und Paketen gehört. Die Post AG ernte jetzt die Früchte der abgeschlossenen Konsolidierungsmaßnahmen wie der Trennung vom verlustreichen Inlandsgeschäft in den USA.

Logistik nach Arcandor-Problem wieder im Plus

Doch auch der Briefsektor, für den wegen der Mehrwertsteuerpflicht im Geschäftskundenbereich seit Mitte des Jahres ein Rückschlag befürchtet worden war, hat sich relativ gut gehalten. Der Umsatz ging im dritten Quartal zwar insgesamt um 2,7 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurück. Auch der Ersatz geschriebener Briefe durch E-Mail spielt weiter eine Rolle. Dafür stiegen aber die Umsätze im Paketbereich nicht zuletzt dank des stark wachsenden Internethandels um fünf Prozent. Strikte Kostendisziplin habe geholfen, die negativen Auswirkungen zu begrenzen, erklärte das Unternehmen. Das Ebit in dem Bereich sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 67 Millionen Euro oder 20,5 Prozent auf 259 Millionen Euro.

Zulegen konnte im dritten Quartal dagegen der Express-Bereich. Der Umsatz stieg um 11,7 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, das Ebit vor Einmaleffekten legte um 48,1 Prozent auf 194 Millionen Euro zu. Der Frachtsektor steigerte den Umsatz um 35,8 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, das Ebit stieg um 34,2 Prozent auf 102 Millionen Euro. Logistik legte beim Umsatz um 12,9 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu. Das Ebit in diesem Bereich wurde im Vorjahresquartal mit einem Minus von 84 Millionen Euro angegeben, vor allem als Effekt der Arcandor-Pleite. In diesem Jahr steht für das dritte Quartal ein Plus von 82 Millionen Euro zu Buche.

(dapd )


 


 

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