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Markttest

Post testet Einsatz von Zeitungsboten als Briefträger

Die Deutsche Post probt den Einsatz von Zeitungsboten als Briefträger. Gemeinsam mit der WAZ-Gruppe («Westdeutsche Allgemeine Zeitung») gebe es einen zeitlich und räumlich begrenzten Markttest, kündigte eine Post-Sprecherin am Sonntag an.

Sie bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel». Vom 1. März bis zum 20. April würden unadressierte Werbesendungen von Zeitungsboten ausgetragen. Sei das Pilotprojekt erfolgreich, seien auch Marketing- und Medienkooperationen mit anderen Verlagen möglich.

Nach Informationen des Magazins tragen die «WAZ»-Boten zunächst im Großraum Essen Postwurfsendungen aus. In weiteren Schritten könnte das Projekt auf große Teile Nordrhein-Westfalens und auf andere Zeitungsverlage im Bundesgebiet ausgedehnt werden.

Dem Magazinbericht zufolge sehen Konkurrenten des Logistikkonzerns und Gewerkschaften darin einen Versuch der Post, den eigenen Mindestlohn zu unterlaufen. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert demnach das Unternehmen auf, die Planungen einzustellen. Die Post verstoße nicht nur gegen den Mindestlohn, sondern auch gegen Verträge, die sie verpflichteten, auf Dienstleistungen fremder Zustellfirmen zu verzichten.

Die Sprecherin wies die Kritik zurück. Es handele sich nicht um Briefe, sondern lediglich um Werbesendungen. Diese Zustellungen fielen nicht unter das Mindestlohnangebot.

(Redaktion)


 


 

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