Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell News
Weitere Artikel
Preisabsprache bei Kraft und Krüger

Cappuccinopulver ohne Konkurrenz

Eine besondere Art der Kooperation pflegten anscheinend die beiden Lebensmittelunternehmen Kraft Food und Krüger. Die waren sich stets einig über die Preise bei löslichem Cappuccino. Und was eigentlich ja ganz nett und harmlos klingt, nennen die Wettbewerbshüter vom Kartellamt verbotene Preisabsprache.

Sie verdonnerten die beiden Hersteller zu einem Bußgeld von neun Millionen Euro. Es gab da noch einen Dritten im Bunde, Melitta nämlich, aber der kam ungeschoren davon. Petzen kann sich manchmal lohnen, denn Melitta gab den Behörden die entscheidenden Informationen über die Absprache.

Immerhin ging es um Preiserhöhungen, die sich im Rahmen von 20 bis 40 Cent je Packung bewegten. Welchen Schaden solche Absprachen auf lange Sicht anrichten, verdeutlicht ein Fall, der 2009 mit einem Bußgeld von 160 Millionen Euro geahndet wurde. Dallmayr, erneut Melitta sowie Tchibo hatten die Preise für Kaffee ausgekungelt. Das Bußgeld ist schon nicht ohne, der Schaden ist unglaublich. Deutsche Verbraucher mussten in den Jahren vor Aufdeckung der Absprachen fast fünf Milliarden Euro mehr für Kaffee bezahlen als nötig. Diese Summe ermittelten seinerzeit die Verbraucherschützer.

Kraft ist bereits rechtskräftig verurteilt und muss die Geldbuße zahlen. Das Bergisch-Gladbacher Unternehmen Krüger hingegen kann gegen das verhängte Bußgeld noch Einspruch einlegen. Verhängt werden die Strafen sowohl gegen die Unternehmen als auch gegen die Mitarbeiter, die entscheidend für die Preisabsprachen waren.

(FN)


 


 

Kraft Food
Krüger
Melitta
Bußgeld
Absprache
Kaffee
Preisabsprache

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Kraft Food" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: