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Konfliktbewältigung

Mediation – die Alternative zum Rechtsstreit

Die Mediation ist eine außergerichtliche Form der Konfliktbewältigung. Das Verfahren ist schneller und preiswerter als ein Streit vor Gericht – und hierzulande leider immer noch recht unbekannt. Dabei hat sich die Mediation bereits seit den 1990er Jahren bei uns etabliert.

Die Einsatzgebiete für Mediatoren, also die Vermittler, sind entsprechend breit gestreut. Im Privaten ist eine Mediation sinnvoll bei Ehekonflikten und Erbstreitigkeiten, im Berufsleben können Teamkonflikte, aber auch Probleme zwischen Unternehmen durch dieses sinnvolle Verfahren gelöst werden.

„Mich begeistert an der Mediation die Tatsache, dass Konflikte gelöst werden können, ohne dass es Verlierer gibt. Die Ergebnisse sind nachhaltig, da sie von den Parteien selber erarbeitet werden“, schildert Rechtsanwalt Matthias Remky die Vorzüge dieser Praxis.

Dabei kann der Mediator auch präventiv tätig werden, etwa bei der Ausgestaltung von Testamenten oder Gesellschafterverträgen. „Mediation ist eine Sache der Vernunft, die Suche nach einer einvernehmlichen und dauerhaften Lösung in einem Konflikt, der sonst zu eskalieren droht“, so Matthias Remky, der als Rechtsanwalt und Diplom-Sozialarbeiter für diese Tätigkeit bestens ausgebildet ist. Zusätzliche Intensivausbildungen zur Mediation mit dem Erlernen bestimmter Fragetechniken runden sein Ausbildungsprofil ab. Gemeinsam mit Ehefrau Ute Remky, ebenfalls gelernte Mediatorin, konnten sie vielen zerstrittenen Parteien den Weg durch die gerichtlichen Instanzen ersparen und schneller und preiswerter zum Ziel gelangen.

Mediation beruht auf Freiwilligkeit

„Das Prinzip der Freiwilligkeit, die Bereitschaft der Parteien, aufeinander zuzugehen ist das Besondere an der Mediation“, erklärt Matthias Remky. „Und hinter oftmals banalen Streitigkeiten stecken meist tief im Verborgenen liegende Probleme, die ich an die Oberfläche hole“, unterstreicht Remky das Faszinierende an seiner Tätigkeit.

BUCHEMPFEHLUNG:

Die Medianden – als solche bezeichnet man die Konfliktparteien – streben mit dem Verfahren der Mediation die Vermeidung oder – wenn es schon passiert ist – die Beilegung eines Konfliktes an. Der Mediator nimmt dabei die Rolle des Verfahrenslenkers ein, er trifft keine Entscheidungen zugunsten einer der Parteien.

In diesem Zusammenhang denkt man schnell an Schlichtungsstellen, Ombudsmänner und –Frauen oder Schiedsgerichte. Diese sind jedoch Institutionen, während die Mediation ein Verfahren ist. Dennoch werden die genannten Begriffe immer wieder durcheinander gewirbelt.

Eine erfolgreiche Mediation setzt verschiedene Dinge voraus. Neben der oben bereits erwähnten Freiwilligkeit verlangt die Mediation zwingend nach einer Offenheit des Ergebnisses. Die Konfliktparteien, fast schon ist man geneigt von Konfliktpartnern zu sprechen, müssen im Verfahren der Mediation auf alle Fälle Verhandlungsbereitschaft zeigen. Außerdem gilt bei der Mediation die Allparteilichkeit, das heißt der Mediator macht sich nicht mit einer Seite gemein, sondern steht immer auf beiden Seiten – was man wiederum als Neutralität bezeichnen könnte. Dies trifft die Sache jedoch auch nicht ganz. Im Rahmen der Mediation kann der Mediator durchaus wenn nicht klar Partei ergreifen, so aber doch der gefühlten schwächeren Partei, die etwa in der Wortwahl unterlegen ist, zur Seite stehen.

Erstes Ziel der Mediation ist also die Bewältigung eines Konfliktes. Daneben ergeben sich weitere Ziele, gerade im Hinblick zur gerichtlichen Lösung, die die Mediation zukünftig weiter in den Blickpunkt stellen wird. Zu nennen wären die deutlich geringeren Kosten, der ebenfalls reduzierte Aufwand an Personal, und zu guter Letzt bleibt zu konstatieren, dass sich die Mediation außerhalb der Öffentlichkeit abspielt. Prominenten Personen und großen Unternehmen bleiben peinliche Schlagzeilen erspart – Mediation also auch ein Verfahren ohne Medien.

(Redaktion)


 


 

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