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Recruiting 2.0

Social Media Recruiting: Die besten Köpfe im Netz

Gutes Personal zu finden ist schwierig – und der Fachkräftemangel tut sein Übriges dazu. So heißt es für Personalverantwortliche immer neue Mittel und Wege zu nutzen, um wirklich gute Kandidaten zu finden. Diese haben oftmals nicht nur ein, sondern gleich eine Vielzahl von Angeboten vorliegen. Social Media bietet für das Recruiting 2.0 optimale Voraussetzungen.

Noch vor wenigen Jahren konnten Personaler allein mithilfe von Headhuntern und Anzeigen große Recruiting-Erfolge erzielen. Heute gilt es die sozialen Netzwerke als „Recruiting-Partner“ einzuspannen und so zusätzlich auf Viralität und Mundpropaganda zu setzen. Social Media Recruiting hat sich in den letzten Jahren vom Hype zum ernstzunehmenden Recruiting-Kanal etabliert.

Ob IT, Handwerk oder Konstruktion: Der Fachkräftemangel zieht sich durch beinahe alle Branchen. In manchen Fällen sieht das Problem aber schlimmer aus als es ist und kann mithilfe einiger Tipps schnell behoben werden. Viele Personaler sind keine Digital Natives und vertreten eher Ansichten der „alten Schule“. Über klassische Medien wird es jedoch zunehmend schwerer die junge Generation anzusprechen, doch bei der Generation Y liegt das meiste Potenzial.

Der Mix macht’s

Laut Branchenverband BITKOM sind 92 Prozent der Jugendlichen in sozialen Netzwerken aktiv und 78 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen sie täglich. Klassische Stellenanzeigen in Print-Medien lesen meist nur noch Eltern oder Großeltern der Jobsuchenden. Jobportale wie monster.de oder stepstone.de bieten da schon mehr Schlagkraft, doch auch hier kann keine direkte Viralität erzeugt werden. Wer eine ganzheitliche Recruiting-Strategie möchte, muss sich auch in Social Media positionieren. Die Digital Natives sind im Web 2.0 zu Hause und können für Arbeitgeber hier persönlich und individuell erreicht werden. Anhand der Profilangaben von Nutzern können Social Recruiter einschätzen, ob die Person ein geeigneter Kandidat ist. Hier gibt es zwei Möglichkeiten der Ansprache: Zum einen durch das direkte Anschreiben des Kandidaten (Social Distribution ) und zum anderen durch das passive Einblenden von Werbemaßnahmen (Social Profiling). Recruiting im sozialen Netz ist kostengünstig bietet den größtmöglichen Pool an Kandidaten, der ein außerdem ein authentisches Abbild von Persönlichkeiten und Fähigkeiten zeigt.

Konzerne und große Unternehmen wie beispielsweise Otto, BMW oder die Deutsche Post DHL haben bereits seit Jahren Erfolg mit dem Konzept und sind Vorreiter im Social Recruting. Doch auch die Bundeswehr setzt auf Rekrutierung via Facebook, um interessierte junge Leute für die Mannschaft zu begeistern. Selbst kleine und mittelständische Unternehmen entdecken Facebook und Co. zunehmend für die Rekrutierungsarbeit und als Möglichkeit, vakante Positionen zu veröffentlichen oder einfach mit potenziellen Kandidaten ins Gespräch zu kommen.

Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING sind die am häufigsten zum Social Recruiting verwendeten sozialen Netzwerke. Hier ein Überblick:

Facebook

Junge Fach- und Führungskräfte sowie Studenten sind fast zu 100 Prozent auf Facebook unterwegs. Gutes Social Recruiting sollte also auf jeden Fall im größten aller Netzwerke verankert sein. Die Facebook-Seite von Unternehmen dient als Wegbereiter für erfolgreiche Business-Kontakte und Bewerber-Management. Auf dieser Seite können sich Interessierte nicht nur Informationen über das Unternehmen, seine Struktur und Produkte holen, sondern auch in direkten Kontakt treten. Gesonderte Karriereseiten von Unternehmen können in Facebook erstellt werden, auf denen sich gebündelte Informationen zu allen Personalthemen finden. Hier sollten alle Dinge zu Karrieremöglichkeiten, offene Stellen und dem Bewerbungsverfahren bereitstehen. Interaktive Tools wie ein „Bewerben“-Button oder ein direkter Link zur Unternehmenswebsite sind gute Möglichkeiten das Interesse zu wecken. In Facebook bieten sich hervorragende Möglichkeiten mit interessantem Content zu arbeiten. Videos, Bilder oder Steckbriefe von Mitarbeitern, die über ihre Aufgaben und den Arbeitsalltag berichten, Tipps vom Personalchef für künftige Bewerber oder ein Imagevideo des Unternehmens bieten Mehrwert für den Nutzer. Der Bewerber bekommt so schon mal einen ersten Blick hinter die Kulissen und somit einen Eindruck von Arbeitsklima und Unternehmensphilosophie.

XING

XING als größtes deutschsprachiges Netzwerk für berufliche Kontakte ist für das Social Recruiting besonders interessant. Hier gibt es die Möglichkeit einer Recruiter-Mitgliedschaft für Personalverantwortliche, die spezielle Suchfilter bietet. So können HR-Verantwortliche detaillierte Kandidaten-Informationen im Suchergebnis sehen und einen Kandidatenstatus pflegen, mit dem Sie stets den Überblick behalten. Das Unternehmensprofil auf XING bietet für Unternehmen viel Fläche zur Eigendarstellung und Veröffentlichung von Stellenangeboten. Es können Kontaktdetails hinzugefügt werden und Informationen zum Unternehmen veröffentlicht werden.

LinkedIn

LinkedIn ist in Deutschland bei weitem nicht so etabliert wie XING, bietet aber dennoch Potenzial für Recruiter. Es gilt nicht mehr nur als Netzwerk für internationale Kontakte, sondern ist durchaus auch ein hilfreiches Tool für deutschsprachige HR-Professionals.
Die sogenannten „Hiring Solutions” sind ein speziell auf die Wünsche von Unternehmen zugeschnittenes Produktportfolio, das die Suche und die Ansprache von Fach- und Führungskräften effektiv gestaltet. Die Recruiting-Funktion „Job Slots” macht die Verwaltung und Veröffentlichung von Stellenangeboten einfacher.


 


 

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