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Reiserecht

Ausweichlandung führt zur Annullierung

Die Nähe zum Frankfurter Flughafen, dem größten deutschen Airport, bringt es mit sich, dass in Rüsselsheim viele Gerichtsurteile zum Reiserecht gesprochen werden.

Wie ist es zu bewerten, wenn eine Maschine auf einem Ausweichflughafen landet und die Passagiere dann das letzte Stück der Reise mit dem Bus zurücklegen müssen? Die Richter am Amtsgericht in Rüsselsheim sehen darin eine Annullierung, nachzulesen unter dem Aktenzeichen (Az.: 3 C 1132/12 (36).

Was für die Passagiere bedeutet, dass sie Ansprüche auf Ausgleichszahlungen gemäß der EU-Fluggastrechteverordnung haben. Die sind von der EU in der Vergangenheit deutlich in die Höhe geschraubt worden, was die Airlines zu immer neuen Ausreden treibt, um der Strafe zu entgehen.

Die Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“ berichtet über einen Flug vom griechischen Santorin nach Hamburg. Der wurde außerplanmäßig in Hannover unterbrochen, weiter ging es im Bus in die Hansestadt. Die Rüsselsheimer Richter bewerteten diese Umstände als einen nicht durchgeführten Flug, woran auch der Bustransfer nichts ändere. Ein Urteil im Sinne der Flugreisenden, denn bei Annullierung können vom Fluggast Ansprüche zwischen 250 und 600 Euro geltend gemacht werden.

(Redaktion)


 


 

Rüsselsheimer Richter
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