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Private Equity in Europa

Rekordzahlen bei Fundraising und Investitionen

Die European Private Equity and Venture Capital Association (EVCA), Brüssel, verzeichnet ein weiteres Rekordjahr für die europäische Beteiligungsbranche: Private Equity-Gesellschaften investierten in 2006 in Europa 50,3 Milliarden Euro (2005: 47,0 Mrd. EUR) und warben einen neuen Höchststand von 90,0 Milliarden Euro an neuen Geldmitteln ein (2005: 60,0 Mrd. EUR).

Insbesondere der Early stage-Bereich erlebte mit 16 Milliarden Euro im vergangenen Jahr einen starken Schub. Die langfristig mit Private Euity erwirtschafteten Erträge stiegen von 9,6 Prozent (2005) auf 10,3 Prozent. Die vorläufige Jahresstatistik 2006, die im Auftrag der EVCA von Thomson Financial und PricewaterhouseCoopers für den europäischen Private Equity -Markt erhoben wurde, wird am Mittwoch, den 14. März 2007 auf dem EVCA Investors’ Forum in Genf vorgestellt. Endgültige Zahlen veröffentlicht der Verband im Juni anlässlich des EVCA Symposiums in Rom.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

· Fundraising: Europäische Private Equity-Gesellschaften steigern ihr Fundraising um 25 Prozent und werben in 2006 die Rekordsumme von 90 Milliarden Euro ein;

· Von den insgesamt eingesammelten 90 Milliarden Euro entfallen 71 Milliarden Euro auf Buyout-Fonds (2005: 58 Milliarden Euro);

· 16 Milliarden Euro des Fundraisings und damit fast doppelt so viel wie im Vorjahr (2005: 11 Milliarden Euro) fließen dem Venture Capital-Bereich zu. Das ist die zweitgrößte Summe, die nach den historischen Rekordzahlen im Jahr 2000 (22 Milliarden Euro) jemals für Venture Capital eingesammelt wurde;

· Investitionen: Von den insgesamt investierten 50,3 Milliarden Euro (2005: 47 Milliarden Euro) entfallen 78 Prozent auf Buyouts. Im Hinblick auf die Anzahl von Investitionen erreichen Venture Capital-Transaktionen einen Anteil von 73 Prozent;

· Pensionsfonds bleiben mit 26 Prozent die wichtigste Finanzierungsquelle (2005: 25 Prozent), während Dachfonds ihren Anteil mit 18 Milliarden Euro auf eine Rekordmarke von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln;

· Etwa 8.500 Investitionen wurden in Europa getätigt: Die durchschnittliche Größe der Buyouts ist dabei 17 Mio. Euro. Damit liegt das Augenmerk der Branche auf kleinen und mittelständischen Unternehmen;

· „Top-Quarter“-Fonds erzielen eine Rendite (Internal Rate of Return, IRR) von 29,1 Prozent, von denen Buyout-Fonds 37,6 Prozent und Venture Fonds 23,5 Prozent erwirtschaften;

· 1-Jahres-Renditen erzielen 21,3 Prozent, die Langzeiterträge seit 1980 betragen 10,3 Prozent.

Nach dem bisherigen Höchststand 2005 stellt 2006 einen weiteren Meilenstein für die europäische Private Equity-Branche dar. Die starke Performance der kurz-, mittel- und langfristigen Anlagen in Private Equity treiben Fundraising und Investitionen an. Während Buyouts den Hauptanteil des europäischen Fundraisings darstellen, gibt es klare Anzeichen für ein Comeback des Venture Capital-Segments: 16 Milliarden Euro wurden für VC-Investitionen eingesammelt, das sind 5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. „Das Jahr 2006 weist eindeutig auf die wachsende Bedeutung der europäischen Private Equity-Branche hin”, kommentiert Javier Loizaga, EVCA-Vorsitzender, CEO und Managing Partner von Mercapital, die Statistik. “Die Zahlen zeigen, dass die Beteiligungsgesellschaften in Europa weiterhin in der Lage sind, Rekordsummen von institutionellen Investoren einzusammeln – sowohl für Buyout-Fonds und, was viel wichtiger ist, auch für Venture Capital.“ Dass die Branche an Bedeutung gewinnt, ist nach Ansicht Loizagas zu einem Großteil auf ihre gute Performance zurückzuführen: Die europäische Private Equity-Branche generiert für ihre Investoren erstklassige Renditen. Loizaga weiter: „In einer Zeit, in der die globale Branche gerade in Bezug auf die Art der Unternehmensführung und Informationsversorgung von Seiten der Investoren und Stakeholdern unter stärkerer Beobachtung steht, ist und bleibt Performance ein Schlüsselfaktor. Da wir heute stark im Rampenlicht von Gesetzgebern und Öffentlichkeit stehen, arbeiten wir als europäischer Branchenverband mit aller Kraft daran, an der Diskussion zugunsten eines besseren Verständnisses von Private Equity mitzuwirken. Fragen wie, warum das Geschäftsmodell erfolgreich ist und wie wir unbegründeter Kritik begegnen, können wir jedoch nicht alleine begegnen. Wir benötigen breite Unterstützung von allen Teilen der Branche – besonders von denen, die von der starken Performance profitieren.“ „Die europäische Private Equity-Branche zeigt weiterhin starke und konsistente Renditen. Die durchschnittlichen Langzeiterträge liegen bei 10,3 Prozent”, sagt Gemma Postlethwaite, Vice President von Thomson Financial. “Dadurch kommt es zu neuen Rekorsummen im Fundraising, da Investoren ihre Kapitaleinlagen erhöhen, indem sie ihre Anlagen in Fremdkapital und festem Einkommen hin zu Buyout und Venture Capital verschieben. Ungeachtet der Schwankungen der letzten Wochen an den Börsen liefern die starken IPO- und M&A-Aktivitäten, kombiniert mit relativ günstigem Fremdkapital, ideale Bedingungen für Beteiligungsgesellschaften, um weiterhin starke Renditen zu erzielen.“

(Redaktion)


 


 

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