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Insolvenzrecht

Justizministerin will Rettung angeschlagener Firmen erleichtern

(dapd). Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will die frühzeitige Sanierung maroder Unternehmen erleichtern. Die «Süddeutsche Zeitung» (Donnerstagausgabe) berichtete vorab unter Berufung auf einen Referentenentwurf ihres Ministeriums, unter anderem sollten Gläubiger stärker Einfluss auf die Auswahl des Insolvenzverwalters nehmen können.

 Zudem sollten einzelne Gläubiger das Insolvenzverfahren nicht mehr so leicht blockieren können wie bisher.

Für Unternehmen, die noch nicht zahlungsunfähig sind, denen aber die Zahlungsunfähigkeit droht, solle es nach den Vorstellungen des Justizministeriums eine Art vorgelagertes Insolvenzverfahren geben, schrieb die Zeitung. Dabei sollten die Betroffenen leichter als bislang für eine begrenzte Zeit versuchen können, ihr Unternehmen in Eigenverwaltung zu sanieren. Auf diese Weise werde das Verfahren deutlich diskreter als bei einer offiziellen Insolvenz.

Der Geschäftsführer des Verbands der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID), Daniel Bergner sagte dem Blatt: «Das ist der richtige Weg.» Die Furcht vor Kontrollverlust sei der Hauptgrund, weshalb Unternehmer, denen Zahlungsunfähigkeit droht, bislang den Insolvenzantrag hinauszögerten. «Wenn sie künftig ihr Unternehmen selbst sanieren dürfen, werden hoffentlich sehr viel mehr Anträge frühzeitig gestellt, bevor es für eine Rettung zu spät ist», sagte er.

(dapd )


 


 

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