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Der Richter-Code: «Fundamentalisten bedrohen den Kölner Dom»

Religiöse Fundamentalisten, die unsere Gesellschaft bedrohen, gibt es nicht nur unter Moslems. Im „heiligen Köln“ treiben auch erzkatholische Phantasten ihr Unwesen. Wollen Mitglieder der stock-konservativen Pius-Bruderschaft in dem spannenden neuen Köln-Krimi von Edgar Franzmann „Der Richter-Code“ einen Anschlag auf die Kathedrale verüben? Und diesen den Islamisten in die Schuhe schieben?

In seinem zweiten Krimi („Millionenallee“ hieß der Erstling) bietet der ehemalige EXPRESS-Redakteur und aktuelle Chef des Web-Portals www.koeln.de sowie Leiter Content bei NetCologne, eine rasante Story um eine große Verschwörung. Er hat so ungefähr alles in seinen Roman gepackt, was zur Zeit die Kölner aufregt, ärgert oder für Gesprächsstoff sorgt: das Dom-Fenster von Gerhard Richter, den Einsturz des Stadtarchivs, die Gerüchte um KölnArena und Deutzer Rathaus („eine Ausstellung des gehobenen Kölner Klüngels“), das Bankhaus Oppenheim sowie den Vermögensberater Josef Esch und deren merkwürdigen Fonds, korrupte Politiker, die Bauskandale um die Nord-Süd-U-Bahn...

Am 25. Februar 2009 startet die heißeste Story, die der BLITZ-Reporter Georg Rubin je erlebt hat. Kölns ehrgeizigster Journalist feiert mit seinen neuen Freundinnen Sandra und Kathrin im Kwartier Lateng eine Nubbel-Verbrennung. Er will die Girls abschleppen, doch auf dem Weg zu seiner Ehrenfelder Wohnung stolpert das Trio über die brennende Leiche einer jungen Frau. In ihrer Hand eine Mini-Nachbildung des neuen Dom-Fensters.

Elektrisiert von dem Leichenfund beginnt der Reporter mit seinen Recherchen, findet heraus, dass die Tote Lena Lenzen heißt, Tochter eines einflussreichen Bauunternehmers, der auch bei dem U-Bahn-Projekt am Waidmarkt mitmischt. Lenzen ist Laien-Mitglied der Priester-Bruderschaft St. Pius X, die im Eigelstein-Viertel eine eigene Kirche hat. Diese katholischen Fundamentalisten bekämpfen die liberalen und demokratischen Tendenzen der Amtskirche und sind in ihrem Fanatismus mit militanten Islamisten vergleichbar. Heute beten sie in ihrem Gotteshaus in der Steinmetzstraße in Kalk

BUCHEMPFEHLUNG:

Mit vielen Anspielungen und nur wenig verfremdeten Protagonisten, deren Vorbilder man schnell erkennen kann, klären Georg Rubin und seine Freunde den Plan der Schurken. Kumpel Franck von Franckenhorst, millionenschwerer Spross einer kölschen Parfum-Dynastie, die frisch verliebte Sandra und ein paar Kölner Originale retten die Kathedrale nach einer Bomben-Explosion, der Ober-Schurke segelt im Freiflug von den Domspitzen.

Dass Edgar Franzmann (63) sein Reporter-Handwerk gelernt hat, spürt man auf jeder Seiten des Krimis. Er spinnt seine Story fesselnd und glaubwürdig auf 270 Seiten. Über das Richter-Fenster im Dom, für ihn so wichtig wie da Vincis Abendmahl-Gemälde im Thriller von Dan Brown, erzählt er viele interessante Details. 11.263 Farbfelder hat Richter zu einem einmalig eindrucksvollen Kunstwerk geordnet, doch auf manchen Nachbildungen findet man 63 weiße Felder, die nicht im Original zu sehen sind. Aus diesen konstruiert der Autor auf beeindruckende Weise einen Code, der ein Attentat von Fundamentalisten befürchten lässt. Der Plot ist einleuchtend, gut konstruiert, perfekt.

(Ulrich Gross)


 


 

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