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Rechtstipp: Richtgeschwindigkeit einhalten lohnt sich

(ddp.djn). Tagtäglich kann man es auf deutschen Autobahnen beobachten: Ungeachtet der vorgegebenen Richtgeschwindigkeit von 130 km/h sind viele Fahrer deutlich schneller unterwegs. Dieses Fahrverhalten ist nicht strafbar, kann aber bei einem Unfall teuer werden, teilt die Victoria Versicherung in Düsseldorf mit.

Wäre nämlich durch Einhalten der Richtgeschwindigkeit der Unfall vermeidbar gewesen, kann der Schnellfahrer anteilig in Mithaftung genommen werden - selbst wenn ihn keine Schuld trifft. So urteilte jedenfalls das Landgericht Coburg: Auf einer autobahnähnlichen Bundesstraße flitzte ein Autofahrer mit rund 200 km/h über die linke Spur und überschritt die angegebene Richtgeschwindigkeit um 70 km/h. Als ein Fahrzeug von der rechten Spur unachtsam ausscherte, kam es zum Zusammenstoß. Glücklicherweise entstand nur Sachschaden.

Die Haftpflichtversicherung des Verursachers schrieb dem Unfallgegner aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit eine Mithaftung zu und reduzierte dementsprechend die Leistung. Die Kammer gab ihr Recht, der Schnellfahrer musste 20 Prozent seines Schadens selbst tragen.

(AZ: 12 O 421/05)

(ddp)


 


 

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