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Ristorante Luciano

Promis beim Patron

Seit fast 40 Jahren ist Luciano der „Lieblings-Italiener“ der Promis. Ob deutsche oder internationale TV- und Filmstars, Künstler oder einflussreiche Unternehmer – sie alle fühlen sich bestens in seinem Ristorante. Der Wirt der alten Schule aus Padua ist der „Patron“ der Cucina Italiana in Köln, der „nördlichsten Großstadt Italiens“.

„Meine Sterne sind meine Gäste“, antwortete er einmal treffend auf die Frage eines Fernsehmannes, ob er als „Edel-Italiener“ nicht auch auf einen Michelin-Stern schiele. „Ich habe in 39 Jahren Köln so viele Kollegen im Schmuck der Sterne strahlen sehen – aber wo sind sie heute?“ fragt er. Einige seiner alten Weggefährten wie der unvergessliche Rino Casati, der legendäre Roland Bado oder der elegante Alex Silberstein leben leider nicht mehr. Sie waren wie er Chefs der alten Schule, kochten und bewirteten mit Liebe und Seele. Andere, jüngere erwiesen sich als Kurzzeit-Sternschnuppen.

Der Patron im Mittelpunkt

Kaum ein Kölner Restaurant kann auf eine so lange ungebrochene „Karriere“ zurück blicken wie dieses wahrlich unspektakulär eingerichtete Ristorante. Das liegt sicher nicht am Interieur, sondern ausschließlich an der Persönlichkeit des siebzigjährigen „Patrons“ Luciano Falvini. Flink und zuvorkommend ist der weißhaarige stattliche Wirt auch heute noch täglich im Lokal, unterstützt seine sechs Kellner im Service an den 65 Plätzen, sieht alles, dirigiert seine Mannschaft, ist sich für keine Handreiche zu schade, mit der er dem Gast helfen kann. Zwischendurch begrüßt oder verabschiedet er mit großer Herzlichkeit seine Gäste, küsst die Damen auf die Wangen, umarmt ihre Begleiter. Andere Wirte mit seinem Erfolg hätten sich längst etwas vom täglichen Betrieb zurück gezogen. Luciano kommt jeden Morgen zwischen 9 und 10 Uhr mit dem Zug aus St. Augustin in die Marzellenstraße und bleibt hellwach die nächsten zwölf und mehr Stunden im Betrieb. Nunzio Frau, inzwischen sein Partner und designierter Nachfolger, vorher Oberkellner, hilft eifrig, doch (noch) ist der Patron Mittelpunkt des Geschehens.

Eine Speisekarte wird dem Gast nur auf dessen ausdrücklichen Wunsch präsentiert. Normal berät Luciano am Tisch, empfiehlt seinen Antipaste-Teller, z. B. mit köstlichem Carpaccio, würzigem Vitello tonnato und köstlichen Flusskrebsen zum Start. Folgt man seinem Rat – was nie eine Enttäuschung bedeutet – folgen ein paar Spaghettini, hauchdünne Nudeln, in leckerer Sauce. Andere Pastagerichte sind ebenso zu empfehlen. Wer danach Fleisch essen mag, sollte den Lammrücken bestellen, den absoluten Bestseller seit Jahren, mit ein wenig Knoblauch und Rosmarin, dazu etwas Blattspinat. Bei Fisch entfalten Lucianos Köche, sechs arbeiten in der offenen Küche, ein weitere Meisterschaft. Delikate große Seezungen, sauber gegrillte und filettierte Doraden, weißer, fester Kabeljau, auf den Punkt gekocht, mit Senfsauce. Weitere Meeresbewohner sind meist im tagesfrischen Angebot– Genuss in bester italienischer Tradition.

Über Vini und Dolci viel zu reden, erübrigt sich fast. Luciano ist Weinkenner und –sammler, hat viele gute Tropfen in petto, die man nicht überall findet. Und Süßes oder Käse ist so perfekt wie die Vor- und Hauptgerichte.


 


 

Ristorante Luciano
Patron
Edel-Italiener
Rino Casati
Ulrich Gross

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1 Kommentar

von Sored
29.01.08 19:41 Uhr
Business Lunch

ist der laden denn auch gut geeignet für einen Business Lunch?

 

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