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Schwere Beleidigung des Arbeitgebers im privaten Gespräch: Fristlose Kündigung?

Das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern (Rostock) hatte in einem praxisnahen Fall die Frage zu entscheiden, ob eine fristlose Kündigung bei einer schweren Beleidigung des Arbeitgebers ausnahmsweise dann ausgeschlossen ist, wenn die Äußerung in einem privaten Gespräch gegenüber einem Freund des Arbeitnehmers erfolgte.

1.) Der Fall:

Der Arbeitnehmer war als Barleiter in einem Hotel seit dem 1. April 2005 beschäftigt. Am 17. August 2005 kam es zwischen ihm und einem Freund in dem dem Hotel benachbarten Internetcafe zu einem Gespräch über den Geschäftsführer des Hotels. In diesem Gespräch äußerte der Barleiter, er habe „für das größte Arschloch der Welt gearbeitet“. Das Gespräch hörte auch ein weiterer Zeuge zufällig mit. Hierbei handelte es sich um den Küchenchef des Hotels. Dieser trug die Äußerung unmittelbar dem Geschäftsführer zu.

Gestützt auf diese Beleidigung wurde das Arbeitsverhältnis fristlos und hilfsweise ordentlich gekündigt.

Sowohl das Arbeitsgericht als auch das Landesarbeitsgericht haben die fristlose Kündigung für unwirksam erklärt.


 


 

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