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Wissenstransfer

Viel Zuspruch beim 1. Kölner Scientific Entrepreneurship Kongress

Insgesamt 200 Teilnehmer waren der Einladung von CENSET, Center for Scientific Entrepreneurship and Transfer der Universität zu Köln, und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) gefolgt, um sich über die Zukunft des wissenschaftlichen Unternehmertums und die Wettbewerbsfähigkeit des Hightech-Standorts Deutschland auszutauschen.

Darunter hochkarätige Redner wie Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW und gleichzeitig Schirmherr der Veranstaltung, Prof. Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln und Prof. Dr. Detlef Müller-Böling, Leiter des Centrum für Hochschulentwicklung.

Ob bei den zahlreichen Podiumsdiskussionen, den engagierten Redebeiträgen oder den vielen Workshops: Die Experten, die größtenteils direkt aus Unternehmen und dem Hochschulumfeld stammten, erzielten schnell Einigkeit darüber, dass zukünftig intensiver an der Vernetzung von Forschung und Wirtschaft gearbeitet werden muss. Dies unterstrich auch Minister Pinkwart in seiner Begrüßungsrede mit der Frage: „Wann, wenn nicht jetzt, wäre eine gute Zeit, um die Gründungsforschung, das Engagement der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Vermarktung ihrer Ergebnisse und die Verankerung des Lernens für die Selbstständigkeit in der Hochschulausbildung voran zu bringen?“

Die Rolle des Scientific Entrepreneur

Im Mittelpunkt der Betrachtungen stand dabei immer wieder der Scientific Entrepreneur, der unternehmerisch agierende Wissenschaftler, der dazu ermutigt werden soll, sein erworbenes Know-how hierzulande weiterzuentwickeln und in die Praxis umzusetzen. Ganz konkret: Durch gezielte Beratung, Förderung und Networking soll die Gründung eines eigenen Unternehmens für Wissenschaftler in Deutschland wieder attraktiver gemacht werden. Daran will sich laut Minister Pinkwart auch die Innovationspolitik in NRW aktiv beteiligen „und den Rahmen und Anreize für ein international konkurrenzfähiges Hochschul- und Forschungssystem schaffen, Forschungs- und Technologieschwerpunkte weiter profilieren, Wissenschaft und Wirtschaft enger vernetzen, den Wissenstransfer fördern und das Wissenschaftssystem ausbauen.“

Hierbei lautete das einstimmige Ziel: Nicht und nur einzelne Regionen, sondern der Standort Deutschland soll im internationalen Vergleich langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Offen für neue Lösungen in diesem Zusammenhang zeigte sich auch Rektor Prof. Dr. Axel Freimuth: „Es wird eine Menge zusätzlicher Strukturen geben müssen. Und um diese aufzubauen ist es notwendig, dass wir klare Best-Practice-Beispiele haben.“ Und weiter: „Ganz sicher reichen die üblichen Transferbüros, die wir in den Hochschulen haben nicht aus – da muss mehr getan werden.“

Regionales Erfolgsbeispiel

Daher engagiert sich in jüngster Zeit das CENSET in enger Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln, Mitveranstalter des 1. Kölner Scientific Entrepreneurship Köln, und weiteren Partnern wie dem hochschulgründernetz cologne für Existenzgründungen aus dem Hochschulbereich. „Gründungen aus der Wissenschaft bedürfen daher besonders intensiver Begleitung, weil Wissenschaft und Wirtschaft kulturell doch sehr unterschiedliche Bereiche mit extrem unterschiedlichen Erfolgsmaßstäben und damit auch Handlungsmaximen sind“, erläuterte Gastgeber Detlev Sachse, verantwortlich für den Bereich Industrie, Volkswirtschaft, Innovation und Umwelt beim abschließenden Abendempfang in der IHK Köln. Für eine vielversprechende Zukunft des Standorts Köln setzte sich unlängst auch das „Kölner Kompetenz -Netz für technologieorientierte und wissensbasierte Gründungen aus Hochschulen (KoKoN)“ ein. Beim Wettbewerb „Existenzgründungen aus der Wissenschaft (EXIST III) überzeugte das Konzept aus Köln derart, dass es neben 13 weiteren aus insgesamt 63 Beiträgen ausgewählt wurde, um zukünftig vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert zu werden. So fließen in den nächsten drei Jahren 1,1 Mio. Euro in das Kölner Kompetenz-Netz.

Großes Lob für diese Leistung und der Förderung des Gründungsgedankens im Rahmen des 1. Kölner Scientific Entrepreneurship Kongresses sowie dem angeschlossenen 15. EXIST-Workshop gab es von regionalpolitischer Seite durch den anwesenden Kölner Wirtschaftsdezernenten Dr. Norbert Walter-Borjans sowie Dr. Uwe Thomas, Staatssekretär a.D., Landesminister a.D..

Schon jetzt steht fest: Neben der Fortführung der Kongressreihe werden im Jahr 2008 weitere Aktivitäten auf den Weg gebracht, über die sich die Experten beim 2. Kölner Scientific Entrepreneurship Kongress Ende des kommenden Jahr austauschen werden.

(Redaktion)


 


 

CENSET
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Detlef Müller-Böling
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