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Kommunikation im Web 2.0

Social Media Marketing: Mehr Umsatz in der Online – Community?

Facebook, Youtube, Twitter, XING. Millionen begeistertet Internetnutzer verbringen Unmengen von Zeit auf unzähligen Blogs und Foren, bilden Communities, posten Texte, Bilder und Videos. Die Kommunikationswege scheinen grenzenlos. Ein Grund warum sich Unternehmen mit Hilfe des Social Media Marketing an der Web 2.0-Vielfalt beteiligen wollen. Doch wo viele Wege, da auch viele Irrwege und Sackgassen. Noch will die Verkaufsansprache auf Social Networks nicht so recht gelingen.

BUCHEMPFEHLUNG:

Definition: 

Unter Social Media Marketing (SMM) sind interaktive Dienste und Angebote, die auf dem gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen basieren, zu verstehen. Als Form des Online-Marketings ist es das Ziel des Social Media Marketings, die Besucherzahlen, durch eine Beteiligung verschiedener Social Media Angebote, auf der eigenen Webseite zu erhöhen, Neukunden zu akquirieren, den Bekanntheitsgrad zu steigern und ein positives Markenimage zu generieren.

Social Media Marketing: Unbegrenzte Möglichkeiten, begrenzter Kosten- und Zeitaufwand?

Das Web 2.0 bietet durch seine Schnelligkeit und Vielfältigkeit unzählige Kommunikationsmöglichkeiten. Im Minutentakt stellen Nutzer Informationen, die von einfachen Texten bis hin zu Bildern und Videos reichen, ins Netz und kommentieren fleißig ihre und andre Beiträge in Blogs oder Foren. Ein Markt, den auf Grund seiner enormen Reichweite und Größe auch Unternehmen gerne für sich nutzen möchten, der jedoch aufgrund der Schnelllebigkeit schwer zu kontrollieren ist. Ein Grund, warum sich viele Unternehmen gar nicht erst engagieren – aus Angst die Kontrolle über ihre Kommunikation zu verlieren! Zudem befürchten Unternehmen schnell zuviel von sich preiszugeben oder bemängeln den angeblich hohen Zeitaufwand. Doch gerade regelmäßige Interaktion und Transparenz sind die Grundpfeiler des Social Media ohne die die Web 2.0-Welt nicht funktionieren kann.

Dabei bieten das Web 2.0 und Social Media für Unternehmen viele abwechslungsreiche Möglichkeiten. Neben den gut besuchten Business-Netzwerken, wie beispielsweise XING, wo die Kölner kürzlich erst die 100.000 Mitglieds-Marke knacken konnten – ein Wert, der bei den städtischen Erwerbstätigen eine stolze Quote von 16 Prozent ausmacht-, steht der eigene Firmen-Blog für eine eher kontrollierte Aktivität. Wird dieser dank eines attraktiven Inhalts häufig kommentiert und verlinkt, steigt die eigene Homepage mittels wenig Aufwand und geringen Kosten bei der Suchmaschine Google auf einen der begehrten ersten Plätze und lockt somit noch weitere Besucher bzw. mehr potenzielle Kunden an. 

Eine weitere Alternative  ist der Mikrobloggindienst Twitter. Hier können angemeldete Nutzer Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen senden und die anderer Benutzer empfangen, sofern man diese abonniert (Abonnenten von Nachrichten eines Unternehmens oder einer Privatperson werden als „Follower“ bezeichnet). Für einen kostenlosen und zeitgeringen Beitrag erfahren so andere Mitglieder täglich alles Wissenswerte aus seinem Unternehmen. 

Trotz abhebender Userzahlen bleiben die Umsätze auf dem Boden 

Die finanzielle Resonanz solcher sozialer Netzwerke, wie beispielsweise Twitter, ist jedoch eher durchwachsen. Zwar spricht man von knapp 50 Prozent der Nutzer, die durch ihre direkten Kontakte (Followers) eine höhere Besucherzahl auf ihrer Homepage verzeichnen oder sogar Geschäfte abschließen und Kooperationen starten konnten. Doch insgesamt scheinen Online-Netzwerke und –Communities (noch) nicht sehr populär – zumindest nicht bei Großkonzernen. 

Kommen alteingesessene Unternehmen schlicht nicht mit der besonderen Struktur der Social Media zurecht? Haben sie Angst die Kontrolle über ihre Kommunikation zu verlieren und engagieren sich erst gar nicht? Oder haben es erfolgreiche Großkonzerne nicht nötig, neue, alternative Kommunikationswege und Verkaufsmöglichkeiten auszuprobieren?
Oder kann es sein, dass die entsprechenden Unternehmen weder ängstlich noch unerfahren sind, sondern stattdessen einfach den richtigen Riecher für effiziente Marketing – und Verkaufsmedien haben, zu denen dann all die interaktiven Social Media Aktivitäten eben schlichtweg nicht gehören? 

Ob eine Umsatzsteigerung mit Social Media Marketing möglich ist, muss sich nämlich immer noch erst beweisen. Bisher sind glaubwürdige Erfolgsgeschichten eher rar.

 Zwar heißt es, Dell habe über Twitter PCs für eine Millionen Dollar verkauft, doch entspricht auch diese scheinbar hohe Verkaufszahl gerade mal dem Umsatz aus 8,6 Minuten der normalen Geschäftstätigkeit des Konzerns (Quelle: www.netzwertig.com). 

Mit Feingefühl kann Social Media Marketing Unternehmen näher zum Kunden bringen 

Aber das heißt nicht, dass Online-Netzwerke und Communities kein wirtschaftliches Medium für die direkte Gewinnung neuer Kunden darstellen können. Zumindest ist klar, dass sich durch eine Präsenz auf XING, Twitter und Co. potentielle Kunden unkonventionell und kostengünstig auf gewisse Produkte hinweisen lassen. Vorausgesetzt natürlich der Kaufanreiz wird „ganz zufällig“ durch den werblichen Post des Unternehmens ausgelöst. Kunden, die sich eine neue Kamera kaufen wollen werden sicherlich weiterhin erst über Google nach Angeboten suchen, wohingegen jemand, der ein neues Auto sucht, durchaus über einen Post eines Mitglieds seiner Netzwerk-Gemeinde zum schlussendlichen Kauf animiert werden kann. 

Ein Online-Netzwerke ist primär sicherlich keine Verkaufsmedium und Social Media Marketing daher nur bedingt wirksam. Blogger, die die multimediale Welt nur dazu nutzen, um ihre Ware anzupreisen, verlieren mit nur einem Click ihre Glaubwürdigkeit.

Dennoch kann Social Media Marketing Unternehmen zu einer nennenswerten Verbesserung ihrer finanziellen Ergebnisse verhelfen, sofern es seine zum Konzern passende Nische, zwischen Empfehlungsmarketing und Reputations-Management, findet. Als positives Beispiel steht in diesem Zusammenhang die Daimler AG. Der Autokonzern präsentiert sich in seinem internationalen Blog mit einer Mischung aus Videos und Tagebucheinträgen der Mitarbeiter und schafft sich so spielerisch eine sympathische Nähe zum Kunden. Zusätzlich werden im Daimler-Blog Produktneuheiten angekündigt und Pressemitteilungen bereitgestellt. So entfällt zum einen die aufwändige Pflege eines Presse-Verteilers und zum anderen macht sich die Automarke für Mitarbeiter und für Bewerber lebendig, bleibt nah am Geschehen und ist in der Lage, schnell und effizient auf Probleme, wie zum Beispiel Beschwerden, zu reagieren. 

(Redaktion)


 


 

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3 Kommentare

von René Marquardt
21.04.09 08:42 Uhr
Erfolge stellen sich ein...

... wenn man kontinuierlich dabei bleibt und seine Samenkörner auch aufgehen lässt und sie pflegt, indem man sie fleissig giesst. Ein ideales Beet dafür ist die Businessplattform von XING.

Sonnige Grüße

René Marquardt (www.marquardtconsulting.de)

von Michael Schietzold
21.04.09 15:47 Uhr
@René Marquardt

Sehr geehrter (Klein)Gärtner,
...XING hier, XING dort - so lang keine Auftragszahlen bekannt sind, kann nur spekuliert werden. Welch eine Werbung könnte es (im positiven Falle!!) für XING sein, Zahlen zu erheben! Andernfalls ist mir XING ein Geschäft mit der Hoffnung. Aber das läuft ja auch ganz gut.
(Wie)Viel Erfolg(?)!

von René Marquardt
21.04.09 23:05 Uhr
@ Michael Schietzold

Hallo Herr Schietzold,

ich finde, dass XING ein sehr kostengünstiges Tool ist, was éinfach Spass macht und so mit ein wenig Geduld spielerisch zum Erfolg führt, man muss sich nur mit den richtigen Leuten vernetzen, ich habe so viele interessante Menschen kennengelernt, die ich sonst wahrscheinlich nie getroffen hätte und dass ist für mich schon mal ein großer und wertvoller Erfolg.

Beste Grüße

René Marquardt (www.marquardtconsulting.de)

 

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