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Solarworld warnt vor zu frühem Streichen der Solarförderung

(ddp.djn). Der Chef des Bonner Konzerns Solarworld, Frank Asbeck, warnt vor der vom Bund für den 1. Juli geplanten Kürzung der Solarförderung. Die deutschen Hersteller, die 2009 zum großen Teil rote Zahlen geschrieben hätten, könnten eine weitere Kappung nach der Kürzung im Januar um zehn Prozent nicht verkraften, sagte er der «Frankfurter Rundschau» (Mittwochausgabe). «Wenn uns auf dem deutschen Markt der Hals abgedreht wird, dann gehen unsere 60 000 Arbeitslätze auch noch nach China", sagte Asbeck.

Frank Asbeck erwartet aber eine starkes Sinken der Solarförderung ab 2012. «Dann wird der Solarstrom nicht mehr teurer sein als der Haushaltsstrom aus der Steckdose», sagte Asbeck. Er prophezeite: Dann würden die Bürger auch ohne Förderung durch die EEG-Umlage Solaranlagen kaufen, um den «eigenen Strom auf dem Dach selber zu machen». Das Elektrizitätssystem werde sich dadurch völlig ändern, sagte Asbeck. «Die Bürger sind nicht mehr nur Konsumenten, sondern auch Produzenten. Das System wird dezentral und demokratischer.» Deswegen sei «der Widerstand der Stromkonzerne und ihrer Helfer auch so wahnsinnig groß».

Im Bundestag findet an diesem Mittwoch eine Anhörung zu den Kürzungsplänen statt. In der kommenden Woche könnte im Parlament die Entscheidung fallen. Allerdings hat eine Mehrheit der Bundesländer Korrekturwünsche angemeldet.

(ddp/poh/ton)


 


 

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