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Facebook bedauert umstrittenes Psycho-Experiment

Für eine Studie hat Facebook gemeinsam mit zwei amerikanischen Universitäten die Stimmung seiner Nutzer manipuliert. Nach regen Protesten entschuldigte sich nun Facebook-Managerin Sheryl Sandberg für die mangelhafte Kommunikation des Experiments nach außen.

Manipulation von Hunderttausenden Startseiten

In Neu Delhi entschuldigte sich Sheryl Sandberg für Fehler, die im Umgang mit der Studie entstanden seien. Man habe das Thema „schlecht kommuniziert“. Weiter betonte sie, dass man die Privatsphäre bei Facebook sehr ernst nehme. Auf weiterführende Nachfragen der Journalisten ging sie aber nicht ein.

Im Juni veröffentlichten die Cornell University und die University of California eine Studie, für die Facebook heimlich die Startseiten von 700.000 Nutzern verändert hatte. Das Unternehmen passte die Filter der Newsfeeds dabei so an, dass ein Teil der Nutzer nur negative und der andere Teil nur positive Einträge zu lesen bekam. Dabei sollte herausgefunden werden, wie sich die Stimmung der Nutzer dabei verändert. Der Test lief eine Woche.

Das Ergebnis der Studie

Die Forscher stellten fest dass Nutzer, die überwiegend positive Kommentare gesehen hatten, häufiger positive Statusmeldungen abgaben. Bei der anderen Gruppe waren sie überwiegend negativ. Daraus schlossen sie, dass auf Facebook preisgegebene emotionale Informationen das Gefühlsempfinden der Nutzer beeinflussen. Bei Kritikern schellen angesichts einer solchen Vorstellung die Alarmglocken. Man müsse sich nur vorstellen, welch ungeahnte Möglichkeiten sich dem kalifornischen Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Nutzern dabei bieten. Es könne einen massiven Einfluss auf das Denken und Empfinden der Community ausüben.

Datenschützer und User empört über die Studie

Es war nicht zuletzt die Heimlichkeit, wegen der sich Datenschützer und Nutzer zu regen Protesten veranlasst sahen. Am Mittwoch leitete die britische Datenschutzbehörde eine Untersuchung ein, mit der geklärt werden soll, ob das Vorgehen von Facebook rechtmäßig war. Wie ein Sprecher erklärte, arbeite man eng mit den irischen Behörden zusammen. In Dublin sitzt die Europa-Zentrale von Facebook.

(Christian Weis)


 


 

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