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Moderne Kommunikation

Am 3. August 1984 wurde die erste E-Mail in Deutschland empfangen

Heute vor genau 27 Jahren, um 10.14 Uhr MEZ, erreichte die erste E-Mail die Bundesrepublik. Empfänger war Michael Rotert von der der Universität Karlsruhe, Absender Laura Breeden aus Cambridge, Massachusetts. Damals dauerte die Übertragung noch einen Tag - abgeschickt wurde die Nachricht nämlich bereits am 2. August, 12.21 Uhr.

Seit dem ersten E-Mail-Empfang Deutschlands hat sich viel getan, heute möchte die E-Mail im Privat- als auch Geschäftsbereich wohl kaum jemand missen. Auch wenn die schier unüberschaubare Anzahl an E-Mails hin und wieder für Ärgernisse sorgt.

Anlässlich des Geburtstages haben wir einige interessante Fakten zur beliebten elektronischen Post für Sie zusammengetragen.

Rechtschreibung

Laut Duden, Wahrig und dem amtlichen Regelwerk der deutschen Sprache ist "E-Mail" die einzig erlaubte Schreibweise. Trotzdem sind die Schreibweisen "eMail", "email" oder auch einfach nur "mail" weitverbreitet.

Als Artikel hat sich in Deutschland die feminie Form ("die E-Mail") durchgesetzt, während in der Schweiz "das E-Mail" (Neutrum) der Standard ist. In Österreich sind beide grammatische Geschlechter gleichermaßen vertreten.

Franzosen mögen keine E-Mail

Seit 2003 kümmern sich die Franzosen offiziell nicht mehr um die richtige Schreibweise von E-Mail, eMail oder wie auch immer: Zur Vermeidung von Anglizismen in der französischen Sprache wurde nämlich die amtliche Übersetzung "Courriel" eingeführt, die seither in allen offiziellen Schreiben staatlicher Einrichtungen benutzt werden muss.

Courriel ist die Kurzform von "Courrier électronique"

Die erste Spammail

Als erste überlieferte Spammail kann eine Werbemail aus dem Jahre 1978 angesehen werden: Gary Thuerk, Verkäufer bei einem amerikanischen Computerhändler, tippte die Postfachadressen einer gedruckten Teilnehmerliste der Internvetvorläufers Arpanet ab, und sendete ihnen ungefragt Werbung für ein aktuelles Computermodell zu.

Der Begriff SPAM an sich wurde allerdings erst im Jahre 1992 geboren - in Anlehnung an einen Monty-Python-Sketch, in das Wort "spam" (Kurzform für "spiced ham") unsinnigerweise 132 mal vorkommt.

Wer hat´s erfunden?

Als Erfinder der E-Mail gilt der Amerikaner Ray Tomlinson. Der studierte Elektrotechniker begann bereits in den 1960er Jahren damit, Computerprogramme zu schreiben.

Nach seinem Studium war er in Cambridge, Massachusetts, in den Aufbau und die Entwicklung des ARPANET, dem militärischen Vorläufer des heutigen Internet, involviert.

1971 versendete er die erste E-Mail an seine Kollegen - er bediente sich dabei der beiden Programme CPYNET und SNDMSG. Als Trennzeichen zwischen Empfängernamen und Hostrechner wählte er @; einfach nur deshalb, weil das Zeichen bis dahin keine Verwendung in der Schriftsprache fand.

Voller Emotionen

1982 schlug der damalige Student und spätere Informatikprofessor Scott E. Fahlman vor, Ironie und Witze in Textnachrichten mit einer ganz bestimmten Zeichenfolge zu markieren: Das weltberühmte :-) war geboren!

Lange Zeit galt der legendäre Post, in dem dieses Zeichen zum ersten Mal im ARPANET auftauchte als verschollen. Jeff Baird gelang es 2002 jedoch ihn auf alten Backup-Bändern wieder zu finden. Den  Inhalt möchten wir Ihnen nicht vorenthalten:

    19-Sep-82 11:44    Scott E  Fahlman             :-)
    From: Scott E  Fahlman <Fahlman at Cmu-20c>

 I propose that the following character sequence for joke markers:

    :-)

Read it sideways.  Actually, it is probably more economical to mark  things that are NOT jokes, given current trends.  For this, use

    :-(

(FN)


 


 

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