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Sparkassen wehren sich in Sachen WestLB gegen Kritik von Linssen

(ddp.djn). Die Sparkassen im Rheinland wehren sich im Streit um Hilfen für die angeschlagene Westdeutsche Landesbank (WestLB) gegen Kritik vom nordrhein-westfälischen Finanzminister Helmut Linssen (CDU). «Die Sparkassen stehen zur WestLB und ihrer Verantwortung als Aktionär. Aber wir sind auch gegenüber unseren Trägern, unseren Kunden und der regionalen mittelständischen Wirtschaft verpflichtet», sagte der rheinische Sparkassen-Präsident Michael Breuer der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post» (Mittwochausgabe).

Linssen hatte den Sparkassen vorgeworfen, sie würden sich bei der WestLB aus der Verantwortung stehlen. «Es bringt nichts, mit Schuldzuweisungen zu arbeiten», sagte Breuer. 

Die Sparkassen wollen keine neuen Garantien für die Bank geben. Dies hatte der zurückgetretene Vorstandschef Heinz Hilgert gefordert. Breuer kann sich aber vorstellen, dass sie vorübergehend auf Teile ihrer WestLB- Dividende verzichten: «Einen Dividenden-Verzicht wie bei den Privatbanken kann ich mir persönlich vorstellen.» 

Wegen der staatlichen Beihilfen für die WestLB hatte die EU-Kommission vor rund zwei Wochen einen Teilverkauf der Landesbank angeordnet. Zur Ausgliederung von Geschäftsbereichen müssen deshalb von den Eigentümern weitere Milliarden-Garantien erbracht werden. Seit 2007 steckt die WestLB durch Fehlspekulationen und die Auswirkungen der Finanzkrise in Schwierigkeiten.

Eigentümer der WestLB sind mehrheitlich die beiden Sparkassenverbände Rheinland und Westfalen-Lippe mit je 25,2 Prozent. Das Land Nordrhein-Westfalen hält etwa 38 Prozent - davon 17,5 Prozent direkt und 20,2 Prozent indirekt über die NRW.Bank.

(Redaktion)


 


 

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