Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell News
Weitere Artikel
  • 07.05.2014, 13:23 Uhr
  • |
  • Köln-Bonn
Spionage

Industriespionage – eine leise Bedrohung

Gerade viele kleinere- und mittelständische Unternehmen sind sich der Gefahr der Industriespionage nicht wirklich bewusst. Auf Grund der Tatsache, dass Mittelständler besonders wegen ihres hohen Innovationspotential und ihrer spezifischen Nischeninnovationen für Spione lukrative Ziele sind, sollten sich diese auch der Gefahr der Spionage bewusst machen.

So wird in der Erklärung von dem Bundesministerium des Inneren (BMI) und der Bundesvereinigung der Deutschen Industrie (BDI) weiter beschrieben, dass das Know-how und die Innovationsfähigkeit deutscher Unternehmen Schlüsselfaktoren der Wettbewerbsfähigkeit unsere Volkswirtschaft seien.

Eckdaten und Finanzielle Schäden

Die Studie „Industriespionage 2012“ der Corporate Trust Business Risk & Crisis Management GmbH in München in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt, wirft ein genaueres Licht auf die Anzahl der Geschädigten und die Schadenssummen. Im Befragungszeitraum waren 21,4 Prozent der befragten Unternehmen direkt von Industriespionage betroffen. Unzählige Verdachtsfälle sind da noch nicht mit einbezogen – zusammengerechnet waren demnach über 50 Prozent der befragten Unternehmen mit dem Thema der Industriespionage konfrontiert. In Bezug auf Schäden und Verdachtsfälle waren die Mittelständler mit 57,6 Prozent weitaus am häufigsten betroffen.

Es ist zu erwähnen, dass nicht zwangsläufig jedes Unternehmen, welches von Industriespionage betroffen war, einen finanziellen Schaden davon getragen hat. Jedoch kann die Zahl derer, die einen finanziellen Schaden vernehmen konnten, auf 64,4 Prozent datiert werden. Die Dimension der Schäden fällt in jedem Fall sehr unterschiedlich aus und bewegt sich von 10.000,- Euro bis über 1 Millionen Euro. Das Innenministerium gab im letzten Jahr eine konkrete Zahl bekannt und schätzte den jährlichen Schaden, der in Deutschland durch das Ausspähen von Firmengeheimnisse entstehe, auf rund 50 Milliarden Euro und weltweit sogar auf 500 Milliarden Euro.

Was sollen Betroffene tun?

Aber was geschieht nun, wenn man den Verdacht hat bespitzelt zu werden? Die Experten der Detektei-Lentz raten in diesem Fall dazu, von Recherchen auf eigener Faust abzusehen. Denn „[u]m Betrüger, Blaumacher und Schwindler auffliegen zu lassen, sind die Erfahrungen und Kompetenzen von spezialisierten Ermittlungsexperten erforderlich“. Oft fehlt demnach dem Arbeitgeber das nötige Knowhow in der Vorgehensweise, wodurch es mitunter passieren kann, dass eigene Ermittlungen zu falschen Verdachtsmomenten führen und das Misstrauen womöglich noch verstärkt wird. Dabei bestätigen die Experten von Lentz, dass gerade klein- und mittelständische Unternehmen hierzulande regelmäßig ins Visier von Datendieben geraten, da hier ein Spähangriff wesentlich leichter zu platzieren sei als in einem DAX-notierten Unternehmen. Für einen besseren Knowhow-Schutz muss aber nicht gleich kostspielige Technik im eigenen Betrieb installiert werden. Die beste Vorkehrung und damit auch die größte Herausforderung für den hiesigen Mittelstand wird es für die Zukunft sein, auf das Thema Datensicherheit einzugehen und speziell ihre Mitarbeiter hierauf zu sensibilisieren.

(Redaktion)


 


 

Industriespionage
Schaden
Unzählige Verdachtsfälle
Bundesministerium
Spionage
Experten
Know-how

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Unternehmen" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: