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Sprache als Kultur

Unternehmen müssen sprechen. Aber wie?

Über Sprache lassen sich Werte, Ziele und vor allem Inhalte ausdrücken. Ebenso, wie das Design, das Verhalten oder die Kommunikation im Laufe der Jahre mehr und mehr „corporate“ wurden, wird auch die Sprache „corporate“. Sprache als Teil der Identität. Sprache als Kultur.

„Worte sind wie Wesen, die in Deiner Macht. Alle sind erlesen, gib auf alle acht!“ Diese – in diesem Fall – poetisch ausgedrückte Vorgabe für den Umgang mit Sprache ist in der Unternehmenskommunikation ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg. Wie wir wissen erschließt sich der Sinn eines Schlüssels im Kontext des Schlosses. Vorausgesetzt, der Schlüssel wurde sorgfältig und passend gefeilt. Damit sind wir schon mittendrin im Thema. Mit schnell Dahergesagtem oder Hingeschriebenem lässt wahrscheinlich kaum punkten. Sie stehen erfolgreicher Unternehmenskommunikation eher im Wege. Auch eine gestelzte Schreibsprache ist wenig förderlich und geht oft. Markenhersteller haben längst erkannt, dass sie mit Corporate Language ihre Marktposition verbessern und ihre Rentabilität nachhaltig steigern.

Ist Corporate Language auch etwas für KMUs? Wie kommt man zu einer persönlichen Unternehmenssprache?

Aber ja doch! Corporate Language ist für jedes Unternehmen die Königsdisziplin, um sich im Wettbewerb zu behaupten und im Markt zu Positionieren. Unsere Zeit ist eine Zeit des Informationsüberflusses. Wen drückt nicht der Pflichtlektüren-Stapel? Gut, dass unsere Gehirne einen „eingebauten“ Schutzmechanismus haben. Unsere Wahrnehmung ist selektiv. Dadurch wird der Teil der Informationsflut ausgefiltert, der uns nicht berührt. Er rauscht einfach so vorbei. Das stellt die Unternehmenskommunikation vor die Aufgabe, dass sie die Hürde der selektiven Wahrnehmung zwangsläufig nehmen muss, so sie denn beim potenziellen Kunden Gehör finden will. Und hier stellt sich die Frage: Wie nehmen wir Kommunikation, wie nehmen wir Sprache, wahr?

Professor Dr. David Pöppel, einer der bedeutendsten Gehirnforscher unserer Zeit, sagt, dass man beispielsweise Neues als interessant markieren muss. Denn die meiste Information wird von unserem Hirn herausgefiltert, weil sie nicht interessant ist. Das bedeutet, dass Unternehmen mit ihrer Kommunikation erst einmal das Bewusstsein des Anderen durch einen Trigger auf den Plan rufen müssen, um dann dessen Aufmerksamkeit auf etwas leiten zu können, das ihm einen Nutzen bringt. Demnach ist alles eine Frage von Einfühlungsvermögen in den Kunden und einer klugen, kreativen Strategie. Fein ausgefeilt. Der Buchautor Reins beschreibt beispielsweise eine 12-Schritte-Methode zur Corporate Language. Sie beginnt damit, dass man sich die Werte des eigenen Angebotes und des Unternehmens klar vor Augen führt und anschließend aus der Kundenperspektive darauf schaut. Sich regelrecht in den Kunden hinein versetzt und dessen Interessen aufspürt, die sich dann sprachlich bedienen und praktisch beweisen lassen. Reins hat eine CL-Sprachzwiebel entwickelt, eine Art Kurzanleitung und bietet Seminare zum Thema an.

Wer Corporate Language kaufen möchte wendet sich am besten an Spezialisten.

Wie bei allen Professionen gibt es auch für Kommunikation Regeln und Gesetze, die von Fachleuten beachtet und angewandt werden. Wer über das fachlich Fundierte hinausgehend noch Kreativität einsetzen möchte, bewegt sich im Premium-Segment der Kommunikations-Anbieter. Und wer zu noch Besserem greifen möchte achtet bei seiner Auswahl darauf, dass der Anbieter Erfahrung im anzuspsrechenden Kundensegment hat und ihm die Branche vertraut ist für die er Sprache formen soll. Zum Schluss noch ein paar gesammelte Tipps: kommunizieren Sie authentisch, lassen Sie Ihren Kunden beim Lesen lächeln, verzichten Sie auf komplizierte, technische Erklärungen, erzählen Sie vom Nutzen, den Ihre Kunden haben werden, kommunizieren Sie auf Augenhöhe mit Ihren Kunden, ohne zu übertreiben, mit voller Wertschätzung, unterhalten Sie sich mit ihm ganz normal. Und lassen Sie alles weg, was nicht unbedingt notwendig ist. Denn es gilt die alte Regel: Weniger ist mehr.

(Redaktion)


 


 

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