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Staatsanwaltschaft fordert im Prozess um Telekom-Spitzelaffäre mehrjährige Haftstrafe

(dapd). Im Prozess um die Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren für den Angeklagten gefordert. Dem Mann werden in dem Verfahren am Landgericht Bonn ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz, die Verletzung des Fernmeldegeheimnisses, Untreue und Betrug zur Last gelegt. Das Urteil gegen den 60-jährigen ehemaligen Sicherheitschef des Konzerns wird vermutlich am 30. November verkündet.

Der Angeklagte ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft dafür verantwortlich, dass der Bonner Telekommunikationskonzern zwischen 2005 und 2006 Telefonverbindungsdaten von mindestens 60 Personen - überwiegend Gewerkschafter, Aufsichtsräte und Journalisten - ausspioniert hatte, um herauszufinden, wie Konzerninterna an die Presse gelangt waren. Er hatte in dem Verfahren die Vorwürfe weitgehend eingeräumt und erklärt, der frühere Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke habe keine ausdrückliche Genehmigung zu der Überwachung der Telefonverbindungen gegeben. Zugleich berief sich der Angeklagte aber auch auf Erinnerungslücken. Ricke hatte ebenfalls erklärt, keinen Auftrag zur Überwachung der Verbindungsdaten gegeben zu haben.

Ursprünglich waren in dem Prozess vier Männer angeklagt. Gegen einen Berliner Unternehmer wurde das Verfahren aus gesundheitlichen Gründen jedoch abgetrennt. Gegen zwei weitere ehemalige Telekom-Beschäftigte wurde das Verfahren wegen geringer Schuld gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt.

(dapd )


 


 

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