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Bsirske fordert Staatshilfe für Karstadt

(ddp-nrw). Der Vorsitzende des Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, fordert den Staat auf, die angeschlagene Essener Kaufhauskette Karstadt nicht pleite gehen zu lassen. «Der Staat sollte Karstadt helfen, zumindest mit Bürgschaften», sagte Bsirske der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. «Ein Kaufhaus-Konzern wie Karstadt mit 60 000 Beschäftigten ist nicht weniger wichtig als ein Autohersteller. Ich fordere eine Gleichbehandlung», sagte Bsirske.

Auch Kommunen und Länder sollten ein hohes Interesse haben, Karstadt zu stabilisieren, sagte er. Dass sich Konkurrent Kaufhof benachteiligt fühlen könnte, weil Karstadt durch eine Bürgschaft bessere Kreditbedingungen erhielte, glaube er nicht. «Wenn man mit Kaufhof-Mitarbeitern spricht, hört man den Wunsch, dass Karstadt als Anbieter intakt bleibt», sagte Bsirske. Beide Ketten trügen zur Attraktivität der Städte bei.

Der Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, Jürgen Erdmann, sagte dem Blatt: «Wenn im Juni die Kredite fällig werden, wird es nur mit einer Bürgschaft gehen.» Die Kapitalbasis bei Karstadt sei gering, die Verschuldung hoch, die Ertragslage unbefriedigend. «In einer solchen Situation können Banken nur mit entsprechenden Sicherheiten Kredite vergeben», sagte Erdmann.

(ddp)


 


 

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