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Staatsverschuldung

IWF ermahnt verschuldete Industrieländer zu langfristigen Reformen

(ddp.djn). Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Industrieländer ermahnt, angesichts der zum Teil dramatischen Staatsverschuldung langfristige Reformen in Angriff zu nehmen.

Die Staaten müssten ihre Verschuldung in den kommenden Jahrzehnten zurückfahren und nachhaltig haushalten, geht aus aktuellen Veröffentlichungen des IWF hervor. "Die öffentliche Verschuldung in entwickelten Ländern hat Stände erreicht, die bislang in Friedenszeiten unbekannt waren", sagte der Vorsitzende der fiskalpolitischen Abteilung des IWF, Carlo Cottarelli. Eine alternde Bevölkerung und die Erderwärmung erschwerten die Sanierung der Staatsbudgets zusätzlich. Nötig seien daher langfristige Reformen, die eine allmähliche, aber nachhaltige Verbesserung der Schuldenpositionen sicherstellten.

Die an den Finanzmärkten verbreitete Furcht vor einem Staatsbankrott einiger "peripherer" europäischer Länder hält der Währungsfonds aber für übertrieben: "Unserer Ansicht nach wird das Risiko aus der Restrukturierung von Schulden gegenwärtig deutlich überschätzt." In den allermeisten Fällen hätten die Märkte in den vergangenen Jahrzehnten Fehlalarm geschlagen, heißt es in einem der IWF-Forschungsberichte. Auch wenn die fiskalische Situation derzeit schwierig sei, spiegelten die Risikoindikatoren derzeit eine Überreaktion des Marktes wider.

In den vergangenen Monaten hatte die hohe Verschuldung einiger süd- und südosteuropäischer Länder, vor allem Griechenland, an den Finanzmärkten die Sorge ausgelöst, das Eurosystem könnte kollabieren. Der IWF und die EU hatten daraufhin einen milliardenschweren Notfallplan aufgelegt.

(ddp)


 


 

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