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Startercenter Bonn/Rhein-Sieg soll Gründungsklima verbessern

Mehr Gründungsdynamik durch schnellere und vor allem unkompliziertere Wege, hieß das Motto unter dem die Wirtschaftsförderer, das Handwerk und die IHK der Region Bonn/Rhein-Sieg am Mittwoch, den 21. März 2007, ihr gemeinsames Projekt „Startercenter“ vorstellten. Mit der Initiative soll Gründungsberatung sowie Unterstützung bei den Formalitäten ab sofort aus einer Hand erfolgen.

„Heute ist ein guter Tag“, freute sich Martin Ogilvie, Wirtschaftförderer der Stadt Bonn, bei der offiziellen Vorstellung des Startercenters in der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Die gemeinsame Initiative der regionalen Institutionen der Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn, des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Sankt Augustin, die Handwerkskammer zu Köln und der Kreishandwerkskammer Bonn/Rhein-Sieg, die Trowista (Troisdorfer Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing GmbH), das Technologiezentrum in Rheinbach und die IHK Bonn/Rhein-Sieg verfolgt das ambitionierte Ziel, Existenzgründungen ab sofort schneller, effizienter und unkomplizierter erfolgen zu lassen. Zur Realisierung setzen die Partner dabei auf eine Lösung mit Internetunterstützung: Unter www.startercenter-bonn-rhein-sieg.de können Informationen zu Fördermitteln, Fortbildungsmöglichkeiten, mögliche Rechtsformen bis hin zur Erstellung eines Businessplans und vielfältige Beratungsangebote aller wichtiger Träger abgerufen werden. Gründungsberatung einschließlich der Unterstützung bei den wichtigen Formalitäten soll durch die Initiative in Zukunft aus einer Hand abgerufen werden können. Der Forderung Ogilvies „den Beratungstourismus abzuschaffen“ wird man im Bonn/Rhein-Sieg-Kreis somit um einen großen Schritt entgegen kommen.

„Bürokratie stellt unnötige Belastung für Existenzgründungen dar“

„Weniger ist oft mehr“, meinte dazu IHK-Vizepräsident Dr. Wolfgang Grießl und bemängelte in seiner Eröffnungsrede vor allem „das Dicklicht des Subventionsgestrüpps“ sowie „die stetig zunehmende Bürokratie und die unübersichtlichen Beratungsprofile“. Zwar würden die Beratungsinstitutionen zusammen arbeiten, jedoch mangele es an einer kompakten Darstellung des Angebots. „Die Gewerbeanmeldestellen leisten keine Beratung und die Berater wickeln die Anmeldungen nicht ab“, so Grießl. Für Existenzgründer sei es darum mitunter schwierig, den für ihn richtigen Berater auf Anhieb finden zu können. „Diese Probleme werden durch das Startercenter Bonn/Rhein-Sieg gelöst. Mit der internetbasierten Lösung ist uns ein besonders flexibles Ergebnis gelungen.“ Webgestützt oder auch über die Telefonhotline (0800 000 7386) wird der Existenzgründer ab sofort an den richtigen Ansprechpartner weitergeleitet.

„Mit dem Startercenter vollbringen wir einen enormen Sprung nach vorne“, war sich auch Dr. Hermann Tengler, Leiter der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises, sicher. Zwar weise die Region eine überdurchschnittlich hohe Gründungsdynamik vor und die Differenz von Gewebeanmeldungen und -abmeldungen sei in den letzten Jahren durchweg positiv gewesen, jedoch gäbe es immer noch zu viele Existenzgründungen, die nicht zum gewünschten Erfolg führten. „Jede gescheiterte Gründung ist nicht nur eine persönliche Niederlage, sondern auch ein Verlust für unsere Wirtschaft“, so Tengler. Eines der wichtigsten Ziele der Gründungsförderung müsse daher die Verbesserung der Erfolgswahrscheinlichkeit von Existenzgründungen sein, schließlich schaffe jede Gründung weitere Arbeitsplätze und treibe somit die Wirtschaft an. Genau hier setze das Startercenter an: „Durch kürzere Wege und Wartezeiten wird die Beratung transparenter und effizienter werden.“

Internetbasierte Lösung bietet alle Gründungs-Informationen auf einen Blick

Gegliedert in vier aufeinander folgenden Schritten, bietet die Internetseite des Startercenters alle wichtigen Informationen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Angefangen mit grundlegenden Angaben zur Gründungsplanung über Elementares, wie Informationen zum Markt und zum Wettbewerb, Steuern, Buchführung und Genehmigungen und private Absicherungen gibt die Website auch Auskünfte über verschiedenen Standorte und sogar hilfreiche Tipps zur Vorbereitung auf das unausweichliche Bankengespräch. Weiterhin finden Suchende Informationen über weiterführende Netzwerke und natürlich auch einen umfangreichen Veranstaltungskalender mit nötigem Basiswissen. Ist dennoch ein persönliches Gespräch von Nöten, hilft eine Kontaktdatenbank, unterteilt in die zuständige Region und in verschiedene Berufsbereiche zu dem passenden Ansprechpartner.

Noch in diesem Jahr sollen auch die Beratungsangebote der Institutionen aufgenommen werden, die nicht zu den unmittelbaren Trägern gehören, wie beispielsweise die Sparkassen. Ein weiterer Schritt wird die Einfügung des Startercenters in jeder Region in NRW sein. Zudem laufen verschiedene Projekte mit dem Ziel, die Gewerbeanmeldungen per PC zu erstellen und sie über Internet abwickeln zu können. Langfristig sei auch ein umfassendes webgesteuertes Dokumentationssystem gedacht, auf das alle Grundsberater Zugriff haben werden.

(Redaktion)


 


 

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