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Prävention und Repression

Streetworker bekämpfen Jugendkriminalität in Köln

OB Schramma: „Prävention und Repression müssen ineinandergreifen“ Ab dem heutigen 1. August 2008 sind in Köln sieben Streetworker im Einsatz. Oberbürgermeister Fritz Schramma hat Mitte 2007 eine Million Euro zur Bekämpfung von Jugendkriminalität in den Haushalt 2008 einstellen lassen. Der Rat der Stadt Köln beschloss am 29. Januar 2008 ein umfangreiches „Maßnahmenpaket gegen Jugendkriminalität“. Die „Steuerung und Intervention durch Streetwork“ stellt dabei einen Hauptbestandteil dar.

Eingestellt wurden die Streetworker zum 15. Juli 2008, am heutigen Freitag nehmen sie ihre Arbeit in den Stadtteilen auf. Polizei oder Ordnungsamt unterstützen das Projekt. „Ziel ist es, für ein gutes Zusammenspiel der einzelnen Dienste zu sorgen, um Jugendliche zu erreichen, die sonst durch alle Raster fallen“, betont Oberbürgermeister Fritz Schramma. „Die Streetworker sollen die Jugendlichen an Regelangebote im Sozialraum heranführen.“

Für Schramma ist es entscheidend, in Zukunft noch näher an problembelastete Zielgruppen heranzukommen: „Dazu müssen wir vor Ort – auf der Straße – mit präventiven und unterstützenden Angeboten präsent sein. Es ist nicht damit getan, nur nach Polizei und Ordnungsamt zu rufen, wenn problematische Jugendgruppierungen in den Stadtteilen auffällig werden. Es geht vor allem um ein abgestimmtes Vorgehen von Sozial -, Jugend-, Schul-, Gesundheits- und Ordnungsverwaltung. Prävention und Repression müssen ineinandergreifen.“

Das Konzept, das regelmäßig überprüft wird, sieht vor, dass eine flexible Reaktion auf die Jugendproblematik im öffentlichen Raum möglich wird. Regelmäßige Lagebesprechungen mit Polizei und Ordnungsamt dienen der Rollen- und Auftragsabgrenzung und ermöglichen somit, Handlungsstrategien festzulegen. Dies gilt auch für Streetworkeinsätze bei besonderen Anlässen, beispielsweise bei jugendorientierten Großveranstaltungen.

Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein freut sich, nun in die Praxis gehen zu können: „Es ist gelungen, qualifizierte und erfahrene Fachkräfte zu gewinnen, die Zugänge zur Zielgruppe ermöglichen und Jugendliche an informellen Treffpunkten aufsuchen werden. Das Projekt wird in enger Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. als kompetenter Partner umgesetzt. Mit Streetwork wollen wir Brücken schlagen und damit sicherstellen, dass Hilfe und Unterstützung dort ankommen, wo sie dringend gebraucht wird. Es muss eine Botschaft geben, dass grenzüberschreitendes Verhalten von Jugendlichen nicht akzeptiert wird. Genauso wichtig ist es, dass den Jugendlichen Unterstützung und Hilfe angeboten wird.“

Die Koordinationsstelle für das Projekt wurde durch einen kompetenten Mitarbeiter der Stadt Köln besetzt. Diese gilt darüber hinaus als „Fachstelle Jugendkriminalität“.

(Redaktion)


 


 

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