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Streiks

Luftfahrtbranche droht mit Schadenersatz- forderungen

Die Luftfahrtbranche droht nach den Streiks an Flughäfen in Nordrhein-Westfalen mit Schadenersatzforderungen. Reisende müssen sich derweil nicht auf neue Streiks einstellen.

Für weitere Arbeitskampfmaßnahmen hat die Gewerkschaft Ver.di nun die Mitarbeiter eines Chemiewerks im Fokus. Für insgesamt 34.000 Mitarbeiter der Wach- und Sicherheitsbranche Nordrhein-Westfalens möchte die Gewerkschaft höhere Löhne durchsetzen. Durch ihre Arbeitsniederlegungen hatten die Sicherheitsleute am vergangenen Donnerstag und Freitag an den Airports Düsseldorf und Köln/Bonn massive Behinderungen ausgelöst. Der Flughafen Hamburg war in der Woche zuvor vom Arbeitskampf betroffen.

Luftfahrtbranche ermahnt Friedrich

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich wurde nun von der Luftfahrbranche aufgrund des Streiks ermahnt. In einem Schreiben betont die Branche, dass die Luftsicherheitskontrollen Aufgabe der Bundespolizei seien. Dies sei auch dann der Fall, wenn durch die Bundespolizei private Sicherheitsdienste mit der Aufgabe vertraut gemacht werden. Das Schreiben wurde von den Geschäftsführern der betroffenen Airports Hamburg, Düsseldorf und Köln/Bonn, sowie den Top-Managern der Unternehmen Air Berlin, Lufthansa, Thomas Cook und TUIfly unterzeichnet.

Vonseiten der Branchenvertreter wird aktuell auch mit Schadenersatzforderungen gedroht. So kündigten sie bereits an, dass sie der Frage nachgehen werden, ob eine Haftung des Bundes in Erwägung gezogen werden kann und in welchem Umfang diese schließlich ausfallen wird. Für die Passagierkontrollen ist die Bundespolizei sowie zum Teil die Landesbehörde verantwortlich. Letzteres hängt jedoch in erster Linie von dem Flughafen an sich ab. In Düsseldorf fiel bei den massiven Streiks, die letzten Donnerstag und Freitag stattfanden, jeder dritte Flug aus. In Köln/Bonn war jeder vierte Flug betroffen. Grund für die Arbeitsniederlegungen war die ergebnislose Vertagung. Mit dem Ausstand will Verdi in der Sicherheitsbranche Lohnaufschläge von 30 Prozent durchsetzen.

(Christian Weis)


 


 

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