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Studie: Wochenende wird zunehmend zur Arbeitszeit

(ddp.djn). Für immer mehr Beschäftigte wird einer Studie zufolge der Samstag hin und wieder zum normalen Arbeitstag. Wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Montag mitteilte, gilt dies mittlerweile für rund 45 Prozent der abhängig Beschäftigten.

Das seien rund 14,8 Millionen Arbeitnehmer. 1991 waren den Angaben zufolge davon mit rund 11 Millionen Beschäftigte knapp ein Drittel der Arbeitnehmer betroffen.

Zugleich verwies WSI-Arbeitsmarktexperte Alexander Herzog-Stein jedoch darauf, dass die Samstagsarbeit keine Rückkehr zur Sechs-Tage-Woche der 1950er Jahre bedeute. Fünf Arbeitstage pro Woche seien die Regel, allerdings fielen die freien Tage nicht mehr automatisch auf das Wochenende. Damit «verliert das lange Wochenende als gesellschaftliche Zeitinstitution an Bedeutung», sagte Herzog-Stein.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung falle es vielen Beschäftigen zunehmend schwer, Familien- und übriges Sozialleben zu organisieren, zumal sich «im Kielwasser der Samstagsarbeit auch die Sonntagsarbeit ausbreitet». Laut der Erhebung arbeitete 2008 rund jeder vierte Beschäftigte zumindest gelegentlich am Sonntag. 1991 seien es gut 17 Prozent gewesen. Daneben nähmen mit der Nacht- und Wechselschichtarbeit weitere Formen atypischer Arbeitszeiten seit den 1990er Jahre zu.

(ddp)


 


 

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