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Telekom und ver.di offenbar einig über Stellenabbau bei T-Systems

(ddp). Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di haben sich offenbar auf einen «grundsätzlichen Fahrplan» für den Stellenabbau in der Großkundensparte T-Systems geeinigt. Einzelheiten will der DAX-Konzern nennen, sobald sich der Gesamtbetriebsrat mit dem Thema befasst hat, wie ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Mittwoch sagte. Laut einem Medienbericht ist die Streichung von bis zu 3000 Stellen vorgesehen.

ver.di-Vorstandsmitglied Lothar Schröder kündigte an, der Gesamtbetriebsrat werde sich Ende kommender Woche mit dem Thema befassen. Sofern dieser dem Interessenausgleich zustimme, stehe der Vereinbarung nichts mehr im Wege.

Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Mittwochausgabe) hatte zuvor berichtet, ver.di habe die geplante Streichung von bis zu 3000 Arbeitsplätzen noch in diesem Jahr akzeptiert. Im Gegenzug sei die Deutsche Telekom dazu bereit, der verbleibenden deutschen Belegschaft von T-Systems bis Mitte 2012 Kündigungsschutz zu gewähren. Entlassungen sollten bei dem Stellenabbau wenn möglich vermieden werden.

ver.di-Vorstandsmitglied Schröder bestätigte, dass die Gewerkschaft und T-Systems eine Einigung zum Kündigungsschutz planten. Für welchen Zeitraum die Vereinbarung gelten soll, wollte Schöder zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. «Sie wird betriebsbedingte Kündigungen für die 50 000 T-Systems-Beschäftigten für mehrere Jahre ausschließen», sagte der Gewerkschafter. Auch der Telekom-Sprecher bestätigte, dass T-Systems nach erfolgreicher Neuordnung in das Kündigungsschutzprogramm aufgenommen werden soll.

Die Gewerkschaft hat derweil laut Schröder mit dem Plan zum Stellenabbau keineswegs Frieden geschlossen. «Seit einem halben Jahr verhandeln wir darüber, das Problem kleinzuarbeiten und betriebsbedingte Beendigungskündigungen auszuschließen», sagte das ver.di-Vorstandsmitglied. Zunächst sei bei T-Systems von einem Stellenabbau in der Größenordnung von 3000 bis 5000 Mitarbeitern die Rede gewesen. «Wenn überhaupt, wird es jetzt nur wenige hundert Betroffene geben», fügte Schröder hinzu. Dabei strebe man eine Transfergesellschaft und freiwillige Lösungen an.

(Redaktion)


 


 

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