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Sozialversicherungspflicht

GmbH-Geschäftsführer: Sozialversicherungspflicht auch bei Tätigkeit für mehrere GmbHs?

Es ist gesellschaftsrechtlich durchaus zulässig, dass dieselbe Person in mehreren GmbHs zum Geschäftsführer bestellt ist. Zu beachten ist lediglich ein mögliches Wettbewerbsverbot im Anstellungsvertrag, von dem der Geschäftsführer aber befreit werden kann.

Das Gehalt des Geschäftsführers unterliegt im Regelfall der Lohnsteuer; die Sozialversicherungspflicht ist unter anderem abhängig von dem Vorliegen eines abhängigen Beschäftigungsverhältnisses. Dieses wird beurteilt nach Beteiligungshöhe, Einflussmöglichkeit auf die Unternehmensgeschicke, feste Arbeitszeiten, Branchenkenntnisse, Unternehmerrisiko etc. des Geschäftsführers.

Übersteigen die Gehälter aus beiden Beschäftigungsverhältnissen zusammen die geltende Beitragsbemessungsgrenze, so werden die beitragspflichtigen Entgelte zwischen den Arbeitgebern aufgeteilt.

In Einzelfällen hat die Rechtsprechung auch eine (zusätzliche) selbstständige Tätigkeit im Rahmen eines Beratervertrags akzeptiert; in diesen Fällen ist das Entgelt umsatzsteuerpflichtig.

Wird ein Geschäftsführer innerhalb einer Konzernstruktur zugleich auch als Geschäftsführer in einer anderen Gesellschaft tätig, so kann eine Sozialversicherungspflicht der Tätigkeitsvergütung auch in der zweiten GmbH entstehen. Sofern die Tätigkeit des Geschäftsführers von der zweiten GmbH nicht separat vergütet wird, empfiehlt sich eine Kostenerstattung an diejenige Gesellschaft, die den Geschäftsführer vergütet, um das Risiko einer verdeckten Gewinnausschüttung zu umgehen.

(VSRW-Verlag)


 


 

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