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Noch keine Einigung

Verhärtete Fronten im Post-Tarifstreit

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post ist weiter keine Einigung in Sicht. Die Gewerkschaft ver.di rief am Mittwoch erneut zu Warnstreiks auf. Schwerpunkt waren Arbeitsniederlegungen in verschiedenen Depots für Presse- und Infopost, so dass sich die Zustellung von Katalogen, Zeitschriften oder Werbesendungen bundesweit verzögerte, teilte die Gewerkschaft anschließend in Berlin mit. Rund 400 Beschäftigte in Köln, Essen, Berlin, Hamburg, Freising, Nürnberg und Stuttgart beteiligten sich an den Warnstreiks. Auch am Donnerstag soll es Arbeitsniederlegungen geben.

ver.di hatte die Tarifverhandlungen über Entgelt, Arbeitszeit und Kündigungsschutz für die 130.000 Beschäftigten mit der Deutschen Post am Samstag für gescheitert erklärt. Vom 25. bis zum 29. April sollen die ver.di-Mitglieder in einer Urabstimmung über einen unbefristeten Streik abstimmen. Sollten mindestens 75 Prozent für den Ausstand votieren, startet der reguläre Streik am 2. Mai.

Während beim Kündigungsschutz Einigung besteht und die Post bereit ist, die Arbeitsplatzgarantie bis 30. Juni 2011 zu verlängern, ist bei Arbeitszeit und Entgelt keine Lösung in Sicht. Die Post hatte eine Einkommenserhöhung von 5,5 Prozent für zwei Jahre angeboten, ver.di fordert 7 Prozent für zwölf Monate. Daneben will die Post die Arbeitszeit nach Gewerkschaftsangaben von derzeit 38,5 Wochenstunden auf 41 Stunden erhöhen. Eine weitere Stunde Arbeitszeit ergebe sich zudem durch den geforderten Wegfall von Erholungspausen. ver.di sieht dadurch Tausende von Arbeitsplätzen bedroht. Die Deutsche Post sprach zuletzt hingegen von einer geforderten Arbeitszeiterhöhung von lediglich einer halben Stunde.

ver.di fordert vom Arbeitgeber die Vorlage eines verbesserten Angebots. Das lehnte die Deutsche Post am Mittwoch erneut ab. «Wir haben ein sehr verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Und wir sind der Meinung, ver.di muss sich jetzt bewegen», sagte Post-Sprecher Uwe Bensien im WDR-«Morgenecho». Er appellierte an ver.di, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

(Redaktion)


 


 

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