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Telekom plant IT-Zentrum mit fast 900 Mitarbeitern in Münster

(dapd-nrw). Die Deutsche Telekom will bei den geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen ihr IT-Zentrum in Münster von derzeit 270 auf 890 Mitarbeiter ausbauen. Dafür sollten bis Ende 2012 mehr als 600 Beschäftigte von bisherigen Standorten wie Dortmund oder Bielefeld sowie aus anderen Regionen Deutschlands nach Münster wechseln, sagte ein Konzernsprecher am Dienstag. Ein weiteres von bundesweit insgesamt fünf geplanten IT-Zentrum sei am Konzernhauptsitz in Bonn vorgesehen.

Durch den Zusammenschluss der Standorte sollten «alte Strukturen aus Bundespostzeiten» den Herausforderungen der heutigen Zeit angepasst werden. Betroffenen Mitarbeiter solle der Arbeitsplatzwechsel durch Mietzuschüsse und Pendlerpauschalen erleichtert werden. «Wir brauchen die Leute», sagte der Sprecher. In Einzelfällen könnten Beschäftigte mithilfe von Umschulungen auch andere Aufgaben an den alten Standorten übernehmen.

Ein ver.di-Sprecher kritisierte das Vorhaben, die bundesweit mehr als 90 IT-Standorte künftig in fünf Zentren zu konzentrieren, als Kalkül des Unternehmens, «die Menschen aus dem Unternehmen zu treiben». Auch wenn Entlassungen offiziell nicht geplant seien, wisse man aus Erfahrung: «Die Menschen kommen an den neuen Standorten nicht an», sagte der Gewerkschafter. Besonders Teilzeitkräfte könnten nicht so einfach den Einsatzort wechseln.

Die Telekom beschäftigt nach eigenen Angaben in Nordrhein-Westfalen 37.000 Mitarbeiter.

(Michael Winckler und Claudia Pietsch/dapd)


 


 

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1 Kommentar

von Anonymus
12.01.11 13:18 Uhr
Versteckter Personalabbau und schlechte Eigenwerbung

Ein Unternehmen, dass "Ihr Büro ist da, wo sie sind" verkauft, sollte ruhig die eigenen Produkte nutzen. Warum sollten Menschen von Schwerin, Hamburg, Flensburg, Bremen und anderen Städten bis zu drei Stunden pro Arbeitsweg auf sich nehmen, wenn es doch die tollen Produkte gibt, die "Überall Arbeiten" ermöglicht. Kaufen Sie beim Schlachter, der sein eigenes Fleisch nicht ist?

Das ist versteckter Personalabbau gepaart mit schlechtem Marketing.

 

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