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Timo Glock — Kölns neuer Formel1-Star

Toyota, der japanische Autokonzern mit Kölner Akzent, hat mit dem rasenden Gerüstbauer Timo Glock (26) endlich aufs richtige Pferd gesetzt. Seit diesem Jahr ist der Pilot des Toyota-F1 Kölner und jetzt schon erfolgreicher als sein Vorgänger Ralf Schumacher. Beim denkwürdigen Nachtrennen in Singapur kam er als Vierter ins Ziel, ein paar Sekunden schneller als Wonder-Boy Sebastian Vettel. In Budapest konnte der Kölner aufs Treppchen klettern, war Zweiter nach Heiki Kovalainen auf Ferrari. 20 Punkte auf Glocks Konto beweisen seine Klasse.

Seit der japanische Autoriese ausgerechnet in Köln-Marsdorf seinen Rennstall inszenierte und dort einen komplett neuen Renn-Boliden konstruiert hat, war ihm Fortuna nicht so richtig gut gesonnen. Schumi II, der letzte Hoffnungsträger, machte als Playboy und Ehemann der scharfen Cora mehr Schlagzeilen als auf den Pisten.

Bedeuten Timo Glock und sein Team-Kollege Jarno Trulli jetzt den Durchbruch für die ehrgeizigen Japaner? Timo Glock, der seine Kindheit und Jugend in Wersau bei Darmstadt verbrachte, begann 1996 seine Renn-Karriere beim Motocross. Ein Jahr später wechselte er zum Kart-Sport. In der Formel-Klasse fuhr er zunächst in der Formel BMW, der Einsteigerklasse für den „großen“ Rennsport, und wurde 2001 auf Anhieb Meister. 2002 wechselte der Gerüstbauer mit Benzin im Blut in die Formel-3-Euro-Serie, schaffte zwei Jahre später den Sprung in die „Königsklasse“, die Formel 1. Das Team Jordan vertraute ihm einen seiner Wagen an.

Rookie of the Year

Bei seinem Debüt beim Großen Preis von Kanada in Montreal am 13. Juni 2004 zeigte Timo Glock, was er gelernt hatte. Mit dem 7. Platz (2 Punkte) konnten er und seine Sponsoren mehr als zufrieden sein. In der amerikanischen Champ Car World Series fuhr er dann für das Team RocketSports und wurde mit dem Ehrentitel „Rookie oft the Year“ ausgezeichnet. Mit diesem Award werden Anfänger für besondere Leistungen im ersten Jahr belohnt.

Bereits ab 2006 wagte Timo Glock die Herausforderung von Lewis Hamilton: in der GP2-Serie kämpfte er gegen den Ersten der aktuellen Rangliste. Im letzten Jahr wurde der Neu-Kölner GP2-Champion.

Als ihn Toyota als Stammfahrer für seinen F1-Boliden verpflichten wollte, stellte sich das BMW-Sauber-Team quer. Denn Timo Glock war dort zum offiziellen Ersatzfahrer für Sebastian Vettel unter Vertrag. Vettel hatte BMW in Richtung Toro Rosso verlassen In Monza bewies der blutjunge Tausendsassa, wie toll er fahren kann.

Jetzt, beim Nachtrennen kam Timo als Vierter knapp vor Sebastian ins Ziel. Vier Deutsche landeten unter den erste Sechs. Insgesamt also ein großer Erfolg für die deutschen Rennfahrer. Timo Glocks Erfolge erinnern an den unvergessenen Kölner Forme1-Piloten Rolf Stommelen, der am 24. April 1983 bei einem Rennen in Kalifornien tödlich verunglückte.

Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Empfehlung von Citynews!

(Ulrich Gross)


 


 

Timo Glock
Formel 1
Formel 1 Star

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